Warum sich ein Besuch des Manuel Antonio Nationalparks in Costa Rica nicht lohnt

April 3, 2017

Kaum ein Nationalpark von Costa Rica wird so beworben wie der von Manuel Antonio. Die tollsten Strände des ganzen Landes soll es dort ebenfalls geben. Aufgrund dieser Versprechungen habe ich mich auch auf den Weg nach Quepos gemacht. Nur um am Ende enttäuscht zu werden. Aber so ist das bei einer Reise. Nicht jeder Ort kann das halten, was er verspricht. Warum also hat er mich so enttäuscht?

Auf dem Weg von Jacó nach Quepos

Zurück zum Anfang. In Jacó ging es für mich erst durch die Luft und dann noch auf das Surfbrett. Also schnappte ich meine Sachen und ging zusammen mit einem Mädel aus meinem Hostel zur Haltestelle. Der Bus fährt mehrmals am Tag und bringt Dich für 1200 Colonnes/ca.2,25 Euro in 1,5 Stunden nach Quepos.

Zum ersten Mal mussten wir über eine halbe Stunde länger warten als geplant. Dafür durften wir dann im überfüllten Bus auf der Treppe Platz nehmen. Wie gut, dass der Fahrer die Tür beim Fahren immer wieder offen ließ. So bekamen wir wenigstens etwas Luft.

Ernüchterung bei der Ankunft in Quepos

In dem kleinen Ort angekommen, machte sich erst einmal Ernüchterung breit. Jacó war ja schon nicht der schönste Ort der Welt. Aber Quepos würde diesen Preis auch nicht gewinnen. Etwas herunter gekommen und gruselige Gestalten, die mir auf meinem kleinen Spaziergang entgegen kamen. Dann doch lieber am Pool im Hostel entspannen und überlegen, was ich in den nächsten Tagen machen soll. Mit mir waren außerdem 3 weitere Deutsche angekommen. Und als ich die Jungs davon gerade noch abhalten konnte, mit ihren Arschbomben alle nass zu machen, ließen wir den Abend auf der Terrasse ausklingen.

Da der Manuel Antonio Nationalpark montags geschlossen hat, ging es stattdessen an den Strand. In der prallen Mittagssonne einen Sonnenbrand abholen, hat doch auch etwas für sich! Außerdem konnte meine Hängematte endlich zum Einsatz kommen!

Menschenmassen anstelle von Wildlife

Am nächsten Tag ging es dann endlich zum Nationalpark. Eigentlich war ich ja nur deswegen nach Quepos gekommen. Von Quepos fährt man für 300 Colonnes, also ca. 65 Cent, ungefähr 20 Minuten bis zum Eingang des Nationalparks. Aber erst einmal in der Schlange einreihen und 20 Minuten für das Ticket anstehen. 16 US$ später und mit entsprechenden Erwartungen startete der Rundgang durch den Park.

Aber vom Wildlife fehlte jede Spur. Man sah vor lauter Touris kaum ein Tier. Hier und da ein paar Affen, ein Waschbär und in gefühlt 100 Metern Höhe ein Faultier, welches mit bloßem Auge kaum zu erkennen war.

Gibt’s da was zu sehen, Jungs?

Der „schönste Strand Costa Ricas“ war zugleich der vollste Strand, den ich bisher gesehen hatte.

Es war gar nicht so leicht, auch mal ein paar Fotos ohne Menschenmassen hinzubekommen!

Vielleicht gibt es ja W-Lan?

Aber von der „Enttäuschung“ lassen wir uns ja nicht die Laune verderben! Das Beste am Park? Der Salted Caramel Frappuccino hinterher!

Manuel Antonio Nationalpark – Mein Fazit

Also das Geld kannst Du Dir sparen! Falls Du hier sowieso vorbei kommst, kannst Du einen Strandtag einlegen. An den kommst Du auch ohne Eintritt zu zahlen. Willst Du unberührte Natur sehen, fahre weiter in den Süden. Willst Du die Tiere aus nächster Nähe sehen, mache Dich auf den Weg an die Karibikküste zum Jaguar Rescue Center. Was Du dort zu sehen bekommst, zeige ich Dir später!

Und Falutiere laufen einem eh über den Weg, wenn man am wenigsten damit rechnet…

 

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