Vom Regenbogental ins Tal der Ungewissheit

Juli 3, 2017

Weil der „Ausflug zum Mond“ noch nicht genug war, ging es am nächsten Tag in das Regenbogental „Valle de Arcoiris“. Auf 3.500 Metern Höhe haben die Vulkane ganze Arbeit geleistet und die Felsen in unterschiedliche Farben getaucht. Beim Anblick des Schnees machte sogar unser Guide Fotos. Das gab es in den letzten 40 Jahren nicht…

Man muss es mit eigenen Augen sehen. Fotos werden dieser Natur nicht gerecht und die Schönheit muss man vor Ort erleben. Die Ausmaße kannst Du etwas besser erkennen, wenn Du mich auf dem nächsten Bild findest:

Noch dazu gibt es Wandmalereien. Vom Fuchs, zum Affen und auch Menschen, die fast wie Aliens aussehen, war alles dabei.

Findest Du das Äffchen?

Leider hatte es vor ein paar Wochen so heftig geschneit, dass viele Highlights gesperrt waren. So verbrachte ich den Rest der Zeit mit der Suche nach gutem Kaffee. Im Roots wurde ich zum Glück fündig. Nur wurde es nochmal spannend, als es hieß, die Grenze nach Argentinien ist geschlossen. Genau die, über die ich nach Salta reisen wollte. Von dort ging doch mein Flieger nach Buenos Aires.

Keiner konnte so genau sagen, wann sie wieder öffnen würde. Völlig verwirrt und ein klein wenig hilflos machte ich mich auf die Suche nach einer Alternative. So weit es die katastrophale Internetverbindung zuließ. Ich könnte mit dem Bus nach Calama fahren, nach Santiago de Chile fliegen, mit dem Bus nach Mendoza in Argentinien fahren und letztendlich von dort nach Buenos Aires fliegen.

Aber Halt! Zuerst ganz tief durchatmen! Es wird schon irgendwie werden…Und bis zu meinem Flieger nach Buenos Aires hatte ich schließlich noch über eine Woche Zeit.

Zur Beruhigung ein paar Lamas…

Da verbrachte ich den nächsten Tag lieber mit dem Umzug in ein anderes Hostel. Ich weiß nicht, vor wie vielen Jahren ich das letzte Mal auf einer Federkernmatratze geschlafen habe! So ein unbequemes Bett hatte ich in meinen 40 Hostels nicht!

Als ich meine Sachen im Hostel nebenan verstaut hatte, wollte ich mich im Café nach weiteren Alternativen umsehen. Ich hatte mich noch gar nicht ganz hingesetzt, da sprach mich ein Pärchen aus meinem ersten Hostel an: „Am Freitag fährt der Bus. Es sind nur noch 6 Tickets übrig. Du solltest jetzt Dein Ticket kaufen!“

So schnell konnte ich gar nicht wieder aufspringen und zum Busterminal stürzen. Und was mache ich? Ich laufe in die falsche Richtung. Dank Google Maps drehte ich aber schnell wieder um und kam an einem Typen in einem Minibus von einer der unzähligen Reiseagenturen vorbei. Auf spanisch sprach ich ihn an, ob er zufällig zum Busterminal fährt. Überrascht und etwas verwirrt schüttelte er mit dem Kopf und ich stürmte weiter. 5 Meter später sammelte er mich doch ein und brachte mich in kürzester Zeit zum Busterminal.

Erst später merkte ich, dass ich da gerade in ein Auto eines Fremden gestiegen war. Aber es gibt eben doch noch die hilfsbereiten Menschen, die einem einfach nur helfen wollen.

Vor dem „Lama-Anführer“ muss man sich da schon mehr in Acht nehmen!

Noch ein paar Momente später und ich hatte eines der letzten Tickets nach Salta in meiner Hand. Mit einem Grinsen im Gesicht konnte ich endlich in Ruhe frühstücken.

Als der besagte Tag da und ich am Busterminal war, dann wieder kleine Zweifel. Die Mitarbeiterin der Reiseagentur warnte uns, dass es lediglich ein Versuch wäre, über die Grenze zu kommen. Es kann sein, dass der Bus unverrichteter Dinge umkehren muss.

Als wir 5 Minuten nach dem Ortsausgang bereits vor einer Schranke zum Stehen kamen, sackte ich auf dem Sitz zusammen. San Pedro de Atacama ist ein wahnsinnig toller Ort. Aber hat man gesehen, was es zu sehen gibt, kommt schnell Langeweile auf.

Nach 10 Minuten hieß es zunächst Aufatmen. Der Bus rollte wieder. Schauen wir mal, wie lange…

Ob die Grenze wohl offen ist und ich nach Argentinien komme?


So kommst Du in das Regenbogental „Valle de Arcoiris“ von San Pedro de Atacama

Die Anreise konntest Du bereits beim Valle de la Luna nachlesen.

Die Touren ins Valle de Arcroiris kannst Du ebenfalls bei einem der unzähligen Anbieter im Ort buchen, oder in Deinem Hostel/Hotel. Auch hier war ich mit Terra Extreme unterwegs und habe für die Tour 20.000 Pesos, also knapp 28 Euro bezahlt. Du wirst morgens gegen 8 Uhr abgeholt und die Fahrt ins Regenbogental dauert etwa 45 Minuten. Vor Ort musst Du weitere 3.000 Bolivianos Eintritt zahlen. Zwischendurch gab es einen kleinen Snack (und Pisco Sour). Gegen 13.30 Uhr bist Du wieder in San Pedro de Atacama.

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply