Unterwegs nach Panama City

April 24, 2017

Der Vorteil am Alleinreisen ist, dass man selbst entscheiden kann, wann man wo hinfährt.

Der Nachteil am Alleinreisen ist, dass sich diese Entscheidungen nicht immer als richtig herausstellen.

Wieder einmal musste ich mich also von den Jungs verabschieden. Nach Bocas del Toro wollte ich nun so langsam in Richtung Panama City fahren. Mein neuer, kanadischer Travelbuddy Gabriel würde bald nach Panama City kommen, um nochmal 10 Tage mit mir durch das Land zu reisen.

Von Bocas del Toro nach Boquete

Damit es nicht so eine lange Strecke für mich ist, machte ich halt in Boquete.

Für 28 $ konnte ich den Shuttle von meinem Hostel aus buchen. Erst ging es wieder mit dem Boot nach Almirante und dann mit einem Minivan nach Boquete, wo ich mit 2 weiteren Personen direkt vorm Hostel abgesetzt wurde.

Doch was kann man dort nun anstellen? Hhhmm, eigentlich nichts anderes als wandern gehen. Wie gut, dass das nicht wirklich auf meiner Liste der Lieblingsbeschäftigungen steht. Und nach dazu kam, dass ich nach den ereignisreichen letzten Tagen nicht wirklich die Lust hatte, mich um etwas zu kümmern.

So schaffte ich es gerade einmal, die vom Hostel selbst durchgeführte Tour mitzumachen. Es klang aber auch vielversprechend: Rock climbing und cliff jumping! Es sollte zu einem Fluss gehen, an dessen Felswände man erst hochklettern kann um im Anschluss wieder ins Wasser zu springen.

Ich dachte vorher, dass man den Fluss entlang läuft und eben immer wieder den Absprung wagt. Gut, es war dann doch nur eine einzige Stelle und nach ein paar Sprüngen wurde es eher langweilig.

Der kleine Ort selbst war in ein paar Minuten durchquert und sprach mich nicht sonderlich an. Ich fragte mich, warum ich mich für Boquete entschieden hatte. Alle Aktivitäten waren entweder sehr teuer, oder brachten viel Aufwand mit sich, auf den ich einfach keine Lust hatte.

Noch weniger motiviert als vorher mich um etwas zu kümmern, machte ich mich also am nächsten Tag direkt auf den Weg nach Panama City. Und die Fahrt wurde ein kleines Highlight.

Und weiter ging es von Boquete nach Panama City

Erst ging es mit dem öffentlichen Bus für nur 70 Cent von Boquete nach David. An der Haltestelle musste ich den Busfahrer per Handzeichen zum Anhalten bringen.  Es war einer der typischen, alten US-Schulbusse. Die Latinomusik dröhnte nur so aus den Lautsprechern und ich fand mich im vollen Bus zu dritt auf einer Bank wieder. Als einzige Touristin fiel ich dezent auf…

In David angekommen, musste ich nur ans Ende der Busstation gehen und konnte für knapp 18 $ das Ticket nach Panama City kaufen. Und zum Glück hatte ich von den Bussen schon vorher gehört und war vorbereitet. Es war der modernste Bus, der mir bis dahin untergekommen war. 2 Etagen und eine Klimaanlage, die auch Eiswürfel in Takt gehalten hatte. Mit Jacke und Schal ging es nun in 8 Stunden durch das Land.

Ein Typ bespaßte uns ganz am Anfang. Eigentlich wollte er nur seinen Billigschmuck verkaufen. Doch er stellte zunächst einfache Quizfragen und wer die richtige Antwort hatte, bekam einen Ring geschenkt. Das alles auf Spanisch natürlich. Und ich habe tatsächlich auch einen gewonnen! Gut, es war diese typische Fangfrage: Marias Mutter hat vier Kinder: Lulu, Lala, Lolo und??? Das würde ich wahrscheinlich auch auf Chinesisch hinbekommen!

Ohne weitere Gewinne kamen wir dann im Albrook Terminal von Panama City an.

Albrook Terminal in Panama City

Und wieder half mir ein Tipp von früher weiter: Die Taxis in die Altstadt kosten 5 $. Natürlich versuchte der erste Taxifahrer es mit 10 $. „Mucho trafico“. Nein Danke!

Nach insgesamt 12 Stunden auf Reisen konnte ich endlich einchecken! Ein wenig war ich stolz auf mich, wie gut ich das mit den Bussen hinbekommen habe. Es war im Nachhinein echt kein großer Akt. Das Reisen in Panama ist zwar etwas anders als in Costa Rica, aber genauso einfach und unkompliziert. Dass es sogar noch viel flexibler ist, als gedacht, erfuhr ich dann in der nächsten Woche.

Aber jetzt schauen wir erstmal, was Panama City so zu bieten hat…

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