Mexico

Teotihuacán -und warum sich früh aufstehen beim Sightseeing lohnt

März 2, 2017

Wenn der Wecker um 5.30 Uhr klingelt

Noch in Hamburg hatte ich die Tour zu den Pyramiden von Teotihuacán gebucht. Ca. 40 km außerhalb von Meciko City befindet sich dieses Unesco Weltkulturerbe. Eigentlich hatte ich vor allem deshalb gebucht, weil wir schon am Nachmittag zurück sein würden. Viele andere Touren gingen über den ganzen Tag und kamen erst gegen Abend zurück. Also hieß es um 5.30Uhr schon raus aus den Federn…

Da die Tour von einem Hostel im Zentrum startete, machte ich mich auf kleinen Spaziergang durch die noch etwas verschlafene Stadt. Dabei hatte ich die Straßen fast für mich allein.

Palacio de Bellas Artes

Darum lohnt sich das frühe Aufstehen

Die Pyramiden von Teotihuacán kann man ab 7 Uhr morgens besichtigen. Als wir kurz vor 8 dort ankamen, hatten wir sie im Grunde für uns allein. Was für eine tolle Abwechslung, mal nicht von Tourimassen umgeben zu sein. In völliger Stille konnten wir die Aussicht genießen. Man musste nirgendwo anstehen und konnte auch mal ein paar vernünftige Fotos machen.

Ich versuche sowieso immer, irgendwie die Touris aus den Bildern auszuschneiden. Aber oft geht das gar nicht. Hier brauchte ich mich nicht anstrengen…

Die sogenannte Straße der Toten, vorbei an der Sonnenpyramide, hin zur Mondpyramide

Der Tempel des Quetzalcoatl, der „Gefiederten Schlange“ – damals ein Wohnkomplex

Teotihuacán – „Wo man zu einem Gott wird“

Unser Guide erklärte uns dann ein wenig über Teotihuacán. Und ja, es hat eine Weile gedauert, bis ich das aussprechen konnte 🙂

Dieser Ort war schon 500 v.Ch. besiedelt und hatte 100 bis 650 n.Ch. wohl seinen Höhepunkt mit bis zu 200.000 Einwohnern. Damit ist Teotihuacán viel älter, als z.B. die Ruinen von Chichén Itzá, die um das 8. Jahrhundert erschaffen wurden. Man nimmt an, dass die Pyramiden zur Verehrung einer Gottheit dienten. So ganz lässt sich das aber nicht mehr nachvollziehen. Als die Azteken hier ankamen, fanden sie bereits nur noch Ruinen vor. Sie gaben dem Gebiet übrigens den Namen Teotihuacán – also wo man zu einem Gott wird.

Die Calzada de los Muertos, also die Straße der Toten, bekam ihren Namen deswegen, weil sie an den Bauwerken für Königsgräber vorbeiführt.

Die Sonnenpyramide – 65 m hoch und mit einer Grundfläche von 222 mal 225 Metern

Die Mondpyramide

Und da eine Pyramide hochklettern noch nicht gereicht hat, hier dann der Blick von der Mondpyramide auf die Sonnenpyramide:

Die Straße der Toten

Achte auf die Form der Pyramide! Es ist kein Zufall, dass sie dem Berg im Hintergrund ähnelt.

Die Sonnenpyramide Teotihuacáns

Ich habe diese „Early Morning Teotihuacán“ Tour vorab über Viator gebucht und ca. 35 Euro bezahlt. Natürlich gab es auch einen Kaffeefahrt-ähnlichen Stopp, bei dem wir verschiedene Tequila und Mezcal testen konnten, um anschließend unser Geld dazulassen. Gegen 15 Uhr war ich dann wieder in Stadt.

Aber ich muss zugeben, dass mich Tikal und Cobá doch etwas mehr begeistert haben. Da war es vor allem die Umgebung, die mich noch mehr fasziniert hat. Über den Dschungel zu blicken oder den Brüllaffen zu lauschen, hatte einfach das besondere Etwas!

Kennst Du auch das Gefühl, irgendwann von etwas genug gesehen zu haben? Was machst Du, um Dich wieder neu für etwas zu begeistern?

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply