Puerto Viejo – Jamaikafeeling, Polizisten und ein Wiedersehen

April 11, 2017

Als ich in Jacó mit ein paar Leuten ins Gespräch kam, fiel mir kurz die Kinnlade herunter. In Puerto Viejo wurde gerade ein Kanadier ausgeraubt und ermordet, als er allein den Sonnenaufgang fotografieren wollte. Waaaaas? Ermordet? In Costa Rica? Aber hier ist es doch sicher. Und ich wollte doch auch nach Puerto Viejo. Zu dem Zeitpunkt lagen noch einige Orte an der Pazifikküste vor mir, aber früher oder später wollte ich dorthin. Hmmm, na das erzähl ich meiner Mama aber erstmal nicht…

Aber wenn ich mir so die Nachrichten anschaue, gibt es nirgends einen wirklich sicheren Ort. Und ich laufe nachts nicht alleine durch die Gegend. Also lasse ich mich davon nicht einschüchtern, bin etwas aufmerksamer als sonst und fahre trotzdem!

Und so ging es vom Busbahnhof in Cahuita für nicht einmal 1,50 Euro nach Puerto Viejo. Die Fahrt dauerte nur eine halbe Stunde und nach 5 Minuten war ich im nächsten Hostel direkt am Strand. Und tatsächlich sah ich nun nach 7 Wochen meinen ersten Regen. So war das jetzt aber nicht geplant 🙂

Das Lazy Mon Hostel direkt am Strand

Und hier habe ich den süßesten Hostel-Hund gesehen. Der kleine Jacky hatte einen Autounfall und seitdem lässt er die Zunge etwas hängen…

Dank des Regens war diese Seite Costa Ricas aber wesentlich grüner. Und während ich an der Pazifikküste noch diesen relaxten Surfervibe genossen habe, fühlte ich mich hier wie in Jamaika (zumindest stelle ich es mir so vor). Reggeamusik an jeder Ecke! Die beiden Küsten unterscheiden sich tatsächlich sehr.

Doch ich sah nicht nur Regen zum ersten Mal seit langer Zeit. An jeder Ecke waren Polizisten. Auf einem Motorrad, im Auto oder zu Fuß. In keinem anderen Ort in Costa Rica sah ich so viele Uniformierte. Das Mädel von der Hostelrezeption erzählte uns, dass die Polizeipräsenz seit dem Mord hier stark zugenommen hat. Ob am Strand oder abends in der Bar, sie pickten sich gezielt die Leute aus, die sie nach Drogen absuchten.

Am Strand direkt neben uns wurden sie bei einem jungen Typen fündig. Am Reisepass konnte ich sehen, dass er Deutscher war. Und ja, er hatte Gras dabei. Klar, dass sich die Polizisten auf die einzige Person stürzen, die mit seinen Rastazöpfen unter uns am Strand auffällt. Aber sie sollten ja Recht behalten. Sie nahmen ihm also das Gras ab und machten sich wieder auf den Weg. Der Typ erzählte uns, dass sie ihm im Grunde nur gesagt haben, er solle das Zeug doch bitte zu Hause rauchen. Da hat er wohl nochmal Glück gehabt, dass nichts mit ihm passiert ist.

Also Regen, Reggeamusik (nicht meine Lieblingsmusik) und überall Polizisten…so ganz konnte mich Puerto Viejo nicht überzeugen. Aber zum Glück war ich nicht allein. Christina, die ich in Cahuita kennen lernte, kam mit mir mit und unsere deutsche Reisegruppe wurde durch meine 3 Jungs aus Quepos vervollständigt. Das musste mit einem Dinner gefeiert werden. Wie gut, dass wir beiden Mädels uns bekochen lassen durften. Gut gemacht, Chicos!

Fast genauso gut war übrigens das Frühstück im Como en mi Casa. Das solltest Du Dir unbedingt gönnen. Es ist mit 10 Euro zwar etwas teurer, aber Du wirst Dich wirklich wie zu Hause fühlen und hast von der Terrasse eine coole Aussicht!

Da sich unser Hostel als ungeeignet zum Schlafen herausstellte (Merke: Liegt darunter eine Bar, könnte es laut werden!), zogen wir für die letzte Nacht noch einmal um. Vom Regen versuchten wir uns auch nicht allzu sehr die Laune vermiesen zu lassen und schnappten uns ein paar Fahrräder. Damit kann man Puerto Viejo am Besten erkunden bzw. zu den tollen Stränden in der Nähe zu fahren.

Und so kommt man auch am Besten zum Jaguar Rescue Center. Da musste ich natürlich unbedingt hin. Ich musste doch zu meinen Seelenverwandten!!! Dieses Highlight darfst Du Dir in Puerto Viejo auf keinen Fall entgehen lassen.
Was Du dort zu sehen bekommst, zeige ich Dir im nächsten Post!

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