France

Paris – Der ultimative Guide für Deinen ersten Besuch

Dezember 27, 2016

Paris is always a good idea

…und was es für eine gute Idee ist! Die Stadt an der Seine ist einfach traumhaft und unangefochten meine Lieblingsstadt! Drei mal war ich schon dort und ich habe noch lange nicht genug. In meiner Bucket List habe ich nicht umsonst geschrieben, dass ich nur zu gern für ein paar Monate in Paris leben möchte.

Laut, schmutzig und die Franzosen sind eh unhöflich?! Lass Dich bloß nicht von den Vorurteilen abschrecken!

Damit Dein Trip nach Paris unvergesslich wird, habe ich hier meine Tipps für Dich zusammengefasst:

Wie komme ich nach Paris?

Es gibt 2 Flughäfen: Charles de Gaulle und Orly. Die meisten Flieger bringen Dich von Deutschland nach Charles de Gaulle (CDG) und die Tickets (hin und zurück) bekommst Du oft schon für ca. 100Euro! Natürlich kannst Du auch den Zug nehmen. Das bietet sich vor allem an, wenn Du im Ruhrgebiet wohnst. Mit dem Thalys bist Du von Köln in weniger als 3,5 Stunden in der Stadt der Liebe! Der Preis liegt ebenfalls bei ca. 100 Euro für die Hin- und Rückfahrt.

CDG liegt ungefähr 40km von Paris entfernt und für ein Taxi ins Zentrum bezahlst Du ungefähr 50Euro. Viel günstiger fährst Du mit dem RER der Linie B! Der Schnellzug fährt vom Terminal 2 ab, kostet 10 Euro und Du bist in einer halben Stunde am Gare du Nord. Dort kannst Du eine Metro zu Deiner Unterkunft nehmen. Folge einfach den Schildern am Flughafen. Die Ticketautomaten bieten auch deutsche Menüs an und Du kannst bar oder mit Karte zahlen. Außerdem fährt der Zug alle 10 Minuten. Nur nachts gibt es diese Verbindung nicht. Solltest Du also besonders spät landen, oder eben sehr früh wieder zum Flughafen müssen, ist das Taxi oder ein Uber die Alternative. Bestell Dir dafür bereits am Abend das Taxi. Am frühen Morgen in Paris ein Taxi zu bekommen, ist ein Ding  der Unmöglichkeit!

Wo übernachte ich?

Hier hast Du natürlich die Qual der Wahl! Paris ist in 20 Arrondissements, also Stadtviertel, aufgeteilt. Das Louvre steht z.B. im Ersten, der Eiffelturm im Siebten Arrondissement. Außerdem musst Du Dich auch entscheiden, ob du oberhalb der Seine, also am Rive Droite wohnen willst. Oder doch lieber unterhalb, also am Rive Gauche. Diese Bezeichnungen findest Du vielleicht bei den Beschreibungen der Unterkünfte und sind am Anfang etwas irreführend.

Ich kann Dir auf jeden Fall das Marais (3. Arr., ein Café neben dem anderen und etwas hipper mit vielen Bars), St. Germain (6. Arr., etwas gehobener und einfach nur wunderschön) und Montmartre (18. Arr., DAS Künstlerviertel rund um die Sacré-Cœur) empfehlen. Im letzteren findest Du übrigens Moulin Rouge und die berühmten Kulissen vom Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“.

Letztendlich ist es natürlich eine Frage des Budgets. Aber auf eine Sache solltest Du Wert legen: Wo ist die nächste Metro-Station? Egal wo Dich Deine Stadtbesichtigung hinführt, die Metro bringt Dich ruckzuck dorthin. Darum ist auch eine Unterkunft etwas außerhalb des Zentrums überhaupt kein Problem.

Schau neben den Hotels auch nach AirBnB-Angeboten. Dann fehlt nur noch ein Baguette und Du wirst zum Pariser 😉

Wenn Du ein Hotel in Montmartre buchst, wirst Du mit etwas Glück mit dieser Aussicht belohnt:

Wie komme ich von A nach B?

Auch wenn Paris recht groß ist, solltest Du unbedingt so viel wie möglich zu Fuß laufen. Die Stadt ist einfach viel zu schön, als das man nur im Untergrund unterwegs sein sollte. An jeder Ecke warten wunderschöne Architektur, tolle Museen und unzählige Cafés auf Dich. Wenn Du dann doch mal müde bist, ist die Metro Deine Rettung.

Wenn Du ein paar Tage in der Stadt bist, kaufe Dir ein Ticketbündel. 10 Tickets, also 10 Fahrten, kosten z.Zt. 14,50Euro. Wenn Du die Station betrittst, steckst Du das Ticket in den Schlitz der Metallschleusen. Es wird entwertet und Du nimmst es wieder an Dich. Die Richtung der jeweiligen Metrolinie wird immer mit der Endstation ausgeschildert. Mit einem Ticket kannst Du so oft umsteigen, wie Du willst. Erst, wenn Du die Metalltüren nach der Fahrt verlässt, verliert das Ticket seine Gültigkeit.

Beachte aber, das gegen Mitternacht die Metro ihre letzten Runden dreht und sie auch am Wochenende nicht nachts fährt. Die Taxipreise entsprechen ungefähr denen von Deutschland und es gibt Taxameter!

Mein Geheimtipp:

Fühl Dich wie ein Pariser und fahre mit dem Fahrrad durch die Stadt: Mit Vélib – die Stadträder von Paris!

Schon von zu Hause aus kannst Du Dich anmelden. Dabei bezahlst Du entweder 1,70 Euro für einen Tag oder 8 Euro für eine Woche. Du bekommst eine Nummer zugewiesen und suchst Dir selbst eine 4-stellige Pin aus. Damit kannst Du Dir dann an jeder Station ein Fahrrad ausleihen. Die erste halbe Stunde ist sogar kostenlos!

Du kannst auch eine Tour mit dem Batobus buchen. Die Boote fahren die Seine auf und ab und Du kannst beliebig oft ein- und aussteigen! Der Pass kostet 17 Euro für einen, und 19 Euro für zwei Tage!

Was kann ich in Paris unternehmen?

Bei Deinem ersten Besuch dürfen natürlich die größten Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Darum habe ich mich bei diesem Guide darauf spezialisiert. Wir wollen zwar alle Traveler und keine Touristen sein, aber es gibt einfach Orte und Plätze, die muss man einfach sehen. Klar hat man die Orte nicht für sich allein. Aber sie sind einfach zu schön, sodass man den Rest ausblenden kann.

In einem nächsten Blog Post komme ich dann zu den Insidertipps. Versprochen! Einen findest Du schon weiter unten im 20. Arrondissement.

Zurück zu Deinem ersten Paris-Urlaub: Am besten teilst Du Deine Tage ein wenig auf die verschiedenen Stadtviertel auf. So könnten sie aussehen:

Tag 1: Unterwegs im 1., 2., 3. und 4. Arrondissement

Marais, Hôtel de Ville, Notre Dame, Centre Pompidou, Picasso Museum, Louvre, Palais Royal

Starte am besten bei der Metrostation Republique und gehe von dort in Richtung Seine. Du kommst am Rathaus und am Centre Pompidou vorbei und gelangst auf die Île de la Cité. Auf dieser Miniinsel inmitten des Flusses findest Du die berühmte Kirche Notre Dame! Nach der Besichtigung kannst Du über die wunderschöne Brücke Pont Neuf zurück an Land gehen und wenn Du nur der nächsten Querstraße folgst, landest Du schon direkt beim Louvre und der Mona Lisa.

Durch den Garten Jardin des Tuileries kommst Du zum Place de la Concorde. Dort beginnt auch schon die Avenue des Champs-Élysées, die wohl berühmteste Straße in ganz Paris, die beim Arc de Triomphe endet. Aber soweit brauchst Du an dem Tag gar nicht laufen. Bei all den Museen im Marais wirst Du eine Weile beschäftigt sein. Wenn Dich die nicht interessieren, bieten die Cafés genügend Alternativen! Außerdem gibt es hier viele kleine Shops, nationaler und internationaler Designer, die das Herz eines Shopaholics höher schlagen lassen.

Tag 2: Unterwegs im 8., 9. und 18. Arrondissement

Montmartre, Sacré-Cœur, Mur des je t’aime, Place du Tertre, Opera, Galeries Lafayette, Moulin Rouge, Champs-Élysées, Arc de Triomphe

Da Montmarte auf einem Hügel liegt, sollte der Tag dort starten. So musst Du Dich die 130Meter nicht mit müden Beine die Treppen hochquälen 🙂 Starte von der Metrostation Abbesses. Ein verstecktes Highlight ist die Mur des je t’aime. Eine Wand inmitten eines kleinen Gartens enthält 311 Liebesbotschaften in 250 Sprachen. Mache Dich dann auf den Weg durch die schmalen Gassen, bis du zur Sacré-Cœur gelangst. Du kannst nicht nur die unglaublich schöne Kirche bewundern, sondern auch einen tollen Ausblick über ganz Paris genießen.

Ab jetzt heißt es nur noch bergab laufen. So landest Du automatisch mitten im Trubel und kommst an der Oper und den berühmten Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps vorbei.

Mein Geheimtipp:

Spare Dir den teuren Eintritt für Aussichtsplattformen auf Eiffelturm und co. Die Galeries Lafayatte und auch Printemps haben große Dachterrassen, die Dir den Ausblick über die Stadt kostenlos bieten. Ohne lange Schlangen und den Eiffelturm hast Du so auch mit auf dem Bild!

Tag 3: Unterwegs im 5., 6. und 7. Arrondissement

Eiffelturm, Saint Germain, Sorbonne, Quartier Latin, Jardin du Luxemburg, Musée d’Orsay

Diesen Tag kannst Du super von der Metrostation Saint-Germain-des-Prés aus starten. Wenn Du hier aussteigst, stehst Du bereits vor Paris‘ wohl bekanntesten Cafés: zur Linken das Café de Flores, zur Rechten dann das Les Deux Magots. Folge der Rue Bonaparte und Du landest im wunderschön angelegten Park Jardin du Luxemburg. Im Palais du Luxemburg hat heute der Senat seinen Sitz. Wenn Du bei Deinem Spaziergang durch den Park besonders aufmerksam bist, findest Du sogar eine Miniversion der Freiheitsstatue!

Nach den luxuriösen Shops in Saint Germain findest Du die berühmte Uni Sorbonne im Quartier Latin. Hier treffen sich Studenten aus aller Welt!

Am Ende des Parks Jardin du Luxemburg steigst Du einfach in die Metro und fährst zur Haltestelle Bir Hakeim. Schon während der Fahrt wirst Du den Eiffelturm entdecken!

Mein Geheimtipp:

Für noch bessere Fotos vom Eiffelturm, fahre/gehe zur Metrostation Trocadéro. Von der anderen Seineseite bekommst Du einen fantastischen Blick und der Turm passt komplett auf das Bild! (siehe Titelbild)

Tag 4: Unterwegs im 10., 19. und 20. Arrondissement

Canal St. Martin, Parc des Buttes Chaumont, Parc de Belleville

Wenn Du den Trubel der Stadt etwas hinter Dir lassen willst, kommst Du hierher. Am Canal St. Martin gibt es viele Restaurants und besonders im Sommer kann man hier die Abende verbringen.

Eine wahre Oase ist der Parc de Belleville. Den habe ich erst bei meinem dritten Besuch entdeckt. Wer hätte gedacht, dass es in Paris einen Park mit Wasserfall gibt?! Diesen Geheimtipp stelle ich Dir bald in einem separaten Blog Post vor. Er ist zu schön, um hier als einer von vielen Tipps unter zu gehen.

Wie verständige ich mich?

Du sprichst fließend französisch? Très bien!

Du kennst kein Wort und fürchtest Dich schon vor fluchenden, unhöflichen Franzosen, die Dich als Touri im Regen stehen lassen? Das ist mir nicht ein einziges Mal passiert. Lerne ein paar Phrasen, Bitte und Danke,  die Zahlen 1-10, Hallo und Tschüss und schon klappt es. Wenn ich die ersten 2 Sätze dahin gestammelt habe, haben die Kellner oft schon von ganz allein auf englisch geantwortet.

Und wie überall gilt – wie man herein ruft, so schallt es heraus. Wer mit einem Lächeln freundlich um etwas bittet, dem wird auch mit einem Lächeln und Hilfsbereitschaft geholfen.

Wie sicher ist Paris?

2015 und 2016 waren furchtbare Jahr für die Stadt. Der Terror hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Doch als ich im Juni in Paris war, konnte man es den Parisern nicht anmerken. Sie lieben ihre Straßencafés und werden es sich nicht nehmen lassen, ihr Leben zu genießen. Es war gerade Fußball-EM, die Stadt voller Touristen und natürlich überall Polizei. Unsere Taschen wurden beim Public Viewing kontrolliert, wie auch bei Eingängen von Museen und auch Shops. Abgesehen von der Polizeipräsenz, welche mir irgendwie immer einen Schauer über den Rücken jagt, habe ich mich nie unsicher gefühlt. Wie überall habe ich natürlich auf meine Wertsachen aufgepasst. Aber ich bin ohne Bedenken mit einer Freundin durch die Straßen gelaufen.

J’adore Paris

Fahr nach Paris! Esse unzählige Baguettes, Croissants und Macarons! Trinke zum Mittag ein Glas Wein. Verliebe Dich in die wunderschöne Stadt und lerne, was joie de vivre wirklich bedeutet. Die Franzosen machen es Dir garantiert vor!

Steht Paris auf deiner Reise-Bucket List? Oder bist Du schon genauso verliebt wie ich? Hast Du noch Geheimtipps für mich?

2 Comments

  • Reply Monique Dezember 27, 2016 at 3:56 pm

    Hi Nadine,
    ich war letztes Jahr in Paris und es war einfach traumhaft schön:)
    Man sollte sich tatsächlich von keinen Vorurteilen abhalten lassen, die Stadt ist großartig!
    LG, Monique

    • Reply Nadine Dezember 27, 2016 at 5:09 pm

      Hallo Monique,
      es ist wirklich kaum zu verstehen, wo die Vorurteile oder schlechten Erfahrungen herkommen, oder?! Paris ist und bleibt ein Traum!
      LG
      Nadine

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