Portugal

Drop In Surfcamp Portugal

Juli 21, 2016
Drop In Surfcamp Lourinha Portugal

„Du musst doch schon Schwimmhäute haben!“

Den Satz habe ich schon als Kind unzählige Male von meiner Mama gehört. Wann immer wir am Strand waren, war ich nicht aus dem Wasser zu bekommen. Das Gefühl in die Wellen zu tauchen ist für mich das schönste auf der Welt. Seit Ewigkeiten bewundere ich schon die Surfer, die eine Welle nach der anderen reiten. Oh wie toll wäre es, es selbst zu können. Ein Urlaub in einem Surfcamp stand schon so lange auf meiner Wunschliste und im August 2015 war es endlich soweit. Ich wollte endlich selbst auf dem Brett stehen. Oder liegen. Egal, Hauptsache irgendwie in den Wellen.

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Da ich eben nur eine Woche Urlaub hatte, entschied ich mich für Portugal. Ich hatte gelesen, dass Frankreich wohl eher etwas für Fortgeschrittene Surfer ist und Marokko war mir einfach zu teuer. Also habe ich Google durchforstet und ein Surfcamp nach dem anderen verglichen. Fast immer bucht man zum einen die Übernachtung im Surfcamp und dann den Surfkurs oder eben nur das Material. Ich wollte etwas in der Nähe von Lissabon, um einen günstigen Flug zu bekommen. Man muss sich etwas durch die Angebote wuseln, da die Preise zum Teil nicht gerade übersichtlich sind. Beim Drop In Surfcamp in Lourinhã stimmte es einfach. Man kann zwischen mehreren Häusern wählen und ich nahm das Beach House. Überzeugt hat mich die Nähe zum Strand und der hauseigene Pool! Ich habe mit 3 Mädels im 4-Bett-Zimmer geschlafen und jeden morgen gab es ein gemeinsames Frühstück. Der Surfkurs geht immer von Montag bis Freitag und das Material ist inklusive.

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Sonnenschutz nicht vergessen!

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Auf einer kleinen Tafel im Surfcamp wurde immer der Surfkurs für den nächsten Tag angezeigt. Nach der Materialausgabe konnte ich es kaum noch erwarten, endlich in die Wellen zu springen.

Natürlich ging es nicht gleich in die großen, ungebrochenen Wellen. Wir haben weiter vorn, zur Belustigung der Profis, im Weißwasser geübt. Dort sind die Wellen schon gebrochen und für uns Anfänger nicht so gefährlich. Trottelig wie wir waren, kamen wir uns dort schon genug in die Quere und haben uns fast die riesigen Bretter um die Ohren gehauen. Außerdem waren die Strömungen auch hier teilweise schon so stark, dass man als normaler Schwimmer gar nicht ins Wasser durfte. Mit dem Brett als Schwimmhilfe waren wir von der roten Flagge zum Glück ausgenommen.

Aber aller Anfang ist schwer und immer schön der Reihe nach!

Erst nur auf dem Bauch auf dem Brett liegend das Paddeln üben. Ok, das bekomme ich hin!

Dann, wenn einen die Welle mitnimmt, mit dem Oberkörper hochdrücken und schon mal ein wenig das Gewicht verlagern und lenken üben. Joah, schaffe ich. Ist doch gar nicht schwer.

Und jetzt der Take Off… Mit beiden Händen wie beim Liegestütz hochdrücken und dann am besten in einem kleinen Sprung einen Fuß nach vorn und den anderen nach hinten stellen. Ah ja, genau. Immer wieder der gleiche Ablauf. Das Brett in Richtung Strand ausrichten, daneben fest im Wasser stehen und auf die richtige Welle warten. Wenn man glaubt, sie kommt, schnell aufs Brett schwingen, ein paar kräftige Paddelschläge und dann aber hoch! Ich hab nicht mitgezählt, wie oft ich entweder komplett durchgespült wurde, oder die viel zu kleine Welle einfach so unter mir und meinem Brett durchgerollt ist. Aber ich erinnere mich noch ganz genau an meine erste Welle, die ich stehend! bis zum Ende abreiten konnte. Ja, sie war natürlich mini und es waren vielleicht nur so 4 Sekunden, aber ich war im Himmel! Äh auf dem Wasser… Ach was für ein Glücksgefühl!

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Wie jetzt??? Kurs um 6??? Was soll das denn? Völlig übermüdet ging es quasi mitten in der Nacht zum Strand. Nur um dann im dunklen in den noch nassen und kalten Neoprenanzug zu steigen. Was haben wir geflucht! Unsere Gruppe bestand fast nur aus Mädels. Der Surflehrer tat mir fast leid, wo ihm gerade über zehn frierende, jammernde Mädels die Ohren voll heulten.

Aber als dann die Sonne aufging und es die ersten Sonnenstrahlen über die Dünen schafften…Da war alles vergessen!

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Mit dem Frühstück am Strand kam auch schon die nächste Belohnung!

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Die ganze Woche war einfach perfekt. Vor oder nach dem Surfen haben wir die Zeit am Strand genossen!

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Natürlich mit der richtigen Verpflegung:

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Und wenn etwas das Frühstück am Strand toppen kann, dann wohl Pizza am Strand zum Sonnenuntergang!

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Aber unsere Teamer haben sich beim Grillfest im Surfcamp auch mächtig ins Zeug gelegt und ihre Kochkünste bewiesen!

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Zur Belohnung ging es dann in den Pool!

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Ich war selten nach nur einer Woche Urlaub so entspannt! Es war einer der besten Wochen überhaupt. Ich hatte mit dem Wetter Glück und der tollen Truppe unglaublich viel Spaß. Vielleicht bin ich in der Zeit kein Profisurfer geworden. Aber ich weiß, dass ich mich bei der nächsten Gelegenheit wieder aufs Board stürzen werde.

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