Baños – Die Abenteuerhauptstadt Ecuadors und mein Bucket List Moment

Juni 14, 2017

Auch wenn mir der Abschied aus dem Dschungel sehr schwer viel, so wartete ein ganz besonderes Ereignis auf mich.

Wir machten uns auf den Weg nach Baños. Falls Du meine Bucket List kennst, könnte es jetzt in Deinen Ohren klingeln. Die Schaukel am Ende der Welt wartete auf uns!

Die Casa del Abol – Die Schaukel am Ende der Welt

Nach ein paar Stunden im Bus kamen wir in Baños an. Nach dem Dschungel sprangen wir erst unter die Dusche, gaben unsere Wäsche zur Reinigung und schon saßen wir wieder im Taxi auf dem Weg zu der Schaukel.

Da freut sich aber jemand…

Die Casa del Arbol befindet sich hoch oben auf dem Berg und für nur 1 USD Eintritt konnte ich durch die Luft schwingen. Ein Foto aus der richtigen Perspektive und schon befindet man sich über einer tiefen Schlucht. Zwar ist der eigentliche Abgrund nur ein kleiner Hang, aber man ist trotzdem mit über 2.000 Metern Höhe in den Wolken.

Selfietime…

Und zu meiner Überraschung gab es noch eine zweite Schaukel. Für 5 USD ging es noch höher hinaus und man konnte auf die Stadt herunter blicken. Auch das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen!

Auf dem Weg nach unten, kamen wir noch an dieser tollen Aussicht vorbei:

Bungee Jumping von einer Brücke

Weiter ging es zum nächsten Adrenalinkick. Wobei ich diesen gern vergessen bzw. ungeschehen machen würde.

Man kann von einer Brücke ca. 20 Meter in die Tiefe springen und über dem Fluss hin und her schwingen. Meine große Klappe hat mich mal wieder in den Schlamassel gebracht. Für 20 USD stand ich nun da oben auf der Brücke, das Herz bis zum Hals schlagend. Bungee Jumping hatte mir nicht sooo viel Spaß gemacht. Warum stand ich also jetzt auf der Plattform?

„Du musst unbedingt kopfüber springen.“ Ok, mache ich. Nur leider habe ich bei all‘ der Aufregung nicht daran gedacht, ausreichend nach vorn zu springen. Was ist also passiert? Viel zu schnell war das Seil zu Ende und bremste meinen Sturz so abrupt ab, dass mein Kopf nur so nach hinten wegklappte. Geschockt und leicht verängstigt versuchte ich noch beim hin und her schaukeln zu checken, ob mit meinem Genick alles in Ordnung ist. Selbst meine Actioncam hatte es bei dem Ruck aus der Fassung gebracht.

Unten angekommen fragte mich der Typ, der mich abseilte, ob es toll war. „I hurt my neck!“ – „Great, have a nice day.“ Ähm, vielen Dank. Da ich mich unter der Brücke befand, wurde ich dann noch kurz von einem streunenden Hund mit gefletschten Zähnen und lautem Bellen fast angefallen. Oh man, na das nenne ich ein Abenteuer. Noch Tage später spürte ich den Schmerz in Nacken.

Der Rest des Tages war für mich ein klein wenig gelaufen. Der missglückte Sprung dämpfte meine Euphorie, die ich noch von der Schaukel hatte. Notiz an mich selbst: Ich mache nie wieder etwas, dass dem Bungee Jumping nahe kommt!

Canyoning – Rückwärts den Wasserfall herunter

Zum Glück war die nächste Sportart weniger gefährlich und machte wieder richtig viel Spaß. Wir fuhren zu den Wasserfällen, von denen wir uns dann abseilten. Der Höchste davon war so ungefähr 20 Meter hoch. Das war definitiv wieder nach meinem Geschmack. Der kleine Nervenkitzel, wenn man sich zum ersten Mal nach hinten beugt, nur durch ein Seil gesichert…

Das letzte Stück rutschten wir dann hinunter. Darum auch das tolle Outfit!

Und schließlich hatte ich die Lacher auf meiner Seite. Noch in dem Büro des Tourveranstalters zogen wir vor der Abfahrt die Neoprenanzüge an. Als wir uns nach den Wasserfällen vor der Rückfahrt umziehen wollten, dann die Ernüchterung. Ich hatte meine Sachen in dem Büro liegen lassen. Mit Jeansjacke überm Bikini und einem Handtuch um die Hüften ging es also wieder in die Stadt. Gott sei Dank gibt es davon keine Bilder 🙂

Was man in Baños sonst noch machen kann

Baños hat noch viel mehr zu bieten. Ein paar aus meiner Gruppe entschieden sich fürs Ziplining, andere fürs Paragliding oder einer Radtour zu den diversen Wasserfällen.

Da all‘ die Action hungrig macht, trafen wir uns auf dem Markt mitten in der Stadt. Für umgerechnet 1 EUR bekommt man hier ein riesiges, typisches Mittagessen. Es besteht aus Kochbananen, Reis, einem Spiegelei, etwas Salat und gebratener Wurst. Oder für die Vegetarier mit Avocado. Zum Nachtisch gab es mit Schokolade gefüllte Empanadas! An den Nachtisch könnte ich mich gewöhnen. Und all‘ die Action macht einfach hungrig!

You Might Also Like

No Comments

Leave a Reply