Travel Tips

10 Tricks, damit Du auf Reisen nicht krank wirst

November 10, 2016

Da freut man sich ewig auf seinen Urlaub, nur um dann mit Bauchschmerzen im Hotelzimmer zu liegen oder die Toilette nicht verlassen zu können. Im Urlaub krank zu werden, kann einem auch noch das tollste Urlaubsziel vermiesen. Egal ob einfache Erkältung oder lebensbedrohlicher Virus, mit diesen Tricks und Tipps kannst Du Dein Risiko ganz einfach minimieren!

Bevor Du Dich auf den Weg machst:

1. Impfungen

Steht Dein Reiseziel fest, kannst Du Dich auf der Homepage des Auswärtigen Amtes informieren, welche Impfungen empfohlen werden. Oft bieten auch Ärzte, Tropeninstitute oder auch Impfzentren Reiseberatungen an. Diese können Dir genau sagen, was für dieses Land gerade empfohlen wird. Standard-Impfungen wie Tetanus solltest Du auf jeden Fall haben. Hepatitis A und B, Typhus, und co. sind ebenfalls sehr sinnvoll. Schau auf jeden Fall in Deinen Impfpass, ob Du eventuell eine Auffrischung brauchst. Impfungen wie Tetanus sollten bspw. alle zehn Jahre wiederholt werden. Für manche Krankheiten wie Hepatitis sind auch mehrere Impfungen über einen längeren Zeitraum nötig, um den langfristigen Schutz zu sichern.

Es ist Dir bei diesen Impfungen selbst überlassen, ob Du sie machen möchtest. Eine Malariaprophylaxe sorgt oft für starke Nebenwirkungen. Da es hier auch ein Notfallmedikament gibt, habe ich diese Tabletten lieber in meiner Reiseapotheke (dazu gleich mehr).

2. Gelbfieber

Eine Gelbfieberimpfung hingegen kann in manchen Ländern Pflicht sein. Auch das findest Du auf der Seite des Auswärtigen Amtes. Diese Impfung solltest Du dann mindestens 10 Tage vor der Reise bei einer zugelassenen Gelbfieberimpfstelle durchführen lassen. Bei Google kannst Du Dir eine in Deiner Nähe aussuchen. Die Impfung wird auf einer Extra-Seite im Impfpass bestätigt und wird bei Einreise von den Beamten vor Ort kontrolliert. Das kann Dir auch passieren, wenn Du aus einem „Gelbfieberland“ in ein anderes Land einreisen willst. Die Impfung kostet zwischen 50 und 60 Euro.

Wenn Du unterwegs bist:

Istanbul (17) Istanbul (16)

3. Antibakterielles Gel und/oder SOS-Desinfektionstücher

Auch wenn Du Dich nicht gerade im Urlaub befindest, solltest Du eines der beiden Dinge immer bei Dir haben. Sie sind eh so klein und handlich, dass sie in jede Tasche passen. Wenn ich bspw. öffentliche Verkehrsmittel benutzt habe oder während eines Stadtbummels (achte mal beim Shoppen darauf, wie viel Du in die Hände nimmst) reicht ein Klecks des Gels und schon minimierst Du Dein Risiko. Kurz nachdem ich diesen süßen Hund gestreichelt habe, griff ich direkt zum Gel. In Istanbul werden die Hunde mit einer Ohrmarke versehen, sobald sie von Tierärzten versorgt und bspw. gegen Tollwut geimpft werden. Sieht ein Tier krank aus oder kratzt sich verdächtig, mache ich einen großen Bogen darum.

4. Nicht ständig ins Gesicht fassen

Achte einmal darauf, wie oft Du Dir gedankenlos ins Gesicht fasst. Sei es, um den Kopf abzustützen, die Haare aus dem Gesicht zu streichen oder den Mund zu reiben. Alles, was Du angefasst hast, landet so quasi in Deinem Gesicht und kann Dich krank machen. Außerdem kann es auch zu unreiner Haut führen. Also gleich noch ein Grund, die Hände aus dem Gesicht zu lassen.

5. Im Flieger

Wirst Du auch gern mal nach einem Flug krank und hast Dich gefragt, woher das kommt? Nun, nicht nur, dass Du über Stunden mit hunderten Menschen in einer kleinen Röhre gefangen bist, greift Dein Immunsystem an. Flugzeuge sind schmutziger als sie aussehen. Der kleine, klappbare Tisch an Deinem Vordersitz wird quasi nie sauber gemacht. Hier sind die Desinfektionstücher perfekt. Bevor Du es Dir so richtig gemütlich machst, wischt Du einmal kurz rüber und brauchst Dir keine Gedanken mehr machen, was Du auf den Tisch legst. Die Decken werden, solange sie keine sichtbaren Flecken haben, oft einfach nur vernünftig gefaltet und gehen ungewaschen an den Platz zurück. Das Wasser auf den Toiletten enthält oft weitere Keime. Darum solltest Du nach jedem Gang lieber Dein eigenes Desinfektionsmittel benutzen.

Da die Flieger gern mit der Klimaanlage übertreiben, habe ich auf Reisen einen überdimensionalen Schal bzw. ein Tuch dabei. Das kann ich als Decke oder Kissen umfunktionieren und mich zum Schlafen darin einkuscheln. Ein paar Kuschelsocken helfen gegen kalte Füße.

6. Mückenschutz

Gerade in tropischen Ländern, sind Mücken bzw. Moskitos die Krankheitsüberträger Nummer Eins. Es gibt unzählige Hersteller für Mückensprays. Ich habe z.B. mit NoBite super Erfahrungen gemacht. Und lass Dich nicht täuschen. Nur weil Du sie nicht siehst, heißt es nicht, dass sie nicht da sind. Nach dem Motto „ach hier sind doch gar keine“ bin ich schon so manches Mal mit vielen unangenehmen Mückenstichen aufgewacht. Du trägst zwar lange Kleidung, aber Flip Flops. Dann vergiss nicht, Deine Füße einzusprühen.

NoBite gibt es auch für die Kleidung. Die kleinen Biester machen nämlich auch vor einem Stück Stoff keinen Halt. Wenn mir außerdem die Sauberkeit eines Hotelbetts suspekt war, habe ich auch hier das Spray so manches mal verwendet und einige Zeit vorm Schlafen gehen die Bettwäsche eingesprüht. Gut, wie gesund das jetzt ist, lassen wir mal außen vor 😉 Da mein Koffer auch mit Stoff überzogen ist, darf auch der etwas Spray abbekommen. Das kann natürlich etwas übertrieben wirken, aber wer schon mal Bettwanzen mit nach Hause gebracht hat, wird das bestimmt nachvollziehen können. Diese blieben mir bisher, toi toi toi, erspart!

7. Sonnenschutz

Ein Sonnenbrand kommt Dir vielleicht nicht als erstes in den Sinn, wenn Du an Reisekrankheiten denkst. Aber ich wette mit Dir, dass Du Dir mindestens ein Mal im Urlaub den Pelz so verbrannt hast, dass Du als Krebs eine Weile die Sonne meiden musstest. Gerade wenn Du im Winter die Kälte verlässt und Dich an den Strand legst, solltest Du auf jeden Fall zu einem sehr hohen Schutzfaktor greifen. Ich starte im Winter mit einer 50er-Creme, um meine Haut an die Sonne zu gewöhnen. Ich liebe die Cremes von Hawaiian Tropic. Da fühlt sich auch der hohe Faktor nicht wie Kleister an und zieht super ein. Und auch wenn es bewölkt ist, solltest Du Dich unbedingt eincremen!Surfen in Portugal (73)

8. Schlafsack

Wenn Du Dich nicht gerade in ein 5 Sterne Hotel einbuchst, sondern von Hostel zu Hostel fährst, macht ein eigener Schlafsack durchaus Sinn. Diese gibt es auch als hauchdünne Microfaser-Variante. Sie nimmt im Gepäck kaum Platz weg und reicht aus, um nicht die gruselige Bettwäsche direkt auf der Haut zu haben. Bei meinen Höllentrips im Nachtzug durch Vietnam war ich froh, meinen Schlafsack dabei zu haben.

Wenn Du erste Anzeichen verspürst:

9. Reiseapotheke

Egal ob Kurztrip oder Weltreise, eine kleine Reiseapotheke solltest Du dabei haben. Hier nur eine kurze Aufzählung, wie diese aussehen könnte: Schmerztabletten, Tabletten gegen Magen-Darm-Probleme, Creme für Mückenstiche, Wunddesinfektion, Wundheilcreme, Creme mit Hydrocortison bei Ausschlag, Tabletten gegen Reiseübelkeit, evtl. Malariaprophylaxe, Pflaster, Nagelschere. Bei Bedarf auch Medikamente gegen Erkältungen wie Halsschmerztabletten und Nasentropfen. Wenn Du länger unterwegs bist und generell regelmäßig Medikamente benötigst, bring Dir ausreichend Vorrat mit!

Wenn Du wieder zu Hause bist:

10. …und Du doch krank wirst…

Manche Erkrankungen können auch noch Monate später auftreten. Solltest Du also krank werden, es ungewöhnlich schlimm sein oder lange dauern, geh auf jeden Fall zum Arzt. Vergiss nicht, von Deiner letzten Reise zu erzählen. So kann Dich Dein Arzt gezielt auf tropische Krankheiten untersuchen.

 

Das gilt immer:

Umso mehr du reist, desto mehr Erfahrungen wirst Du sammeln und merken, wie robust Dein Magen und Immunsystem sind. Gib Deinem Körper die Zeit, sich an das neue Klima und Essen zu gewöhnen. Wie Du das Essen unbeschwert genießen kannst, liest Du hier!

Merkst Du erste Anzeichen einer Krankheit, höre auf Deinen Körper! Gönn Dir wenn möglich eine kurze Pause. Dann bist Du schnell wieder fit und kannst Deinen Urlaub in vollen Zügen genießen.

Denke auch an Deine Auslandsreisekrankenversicherung. Die Arztkosten in fremden Ländern sind extrem hoch. Kommt es hart auf hart und ein Rücktransport wird nötig, solltest Du nicht auf den Kosten sitzen bleiben. Den Versicherungsschutz gibt es bei diversen Anbietern oft schon für weniger als zehn Euro im Jahr!

Welche Tipps befolgst Du, um nicht krank zu werden? Hat es Dich schon mal aus der Bahn geworfen?

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4 Comments

  • Reply Sabine November 15, 2016 at 2:36 pm

    Hallo Nadine,

    deine Tipps sind sehr gut! An das Tischchen im Flieger habe ich noch überhaupt nicht gedacht. Das werde ich ab sofort ändern. Danke dafür!
    Herzliche Grüße
    Sabine

    • Reply lookingforthesea November 17, 2016 at 9:57 am

      Liebe Sabine,
      vielen Dank!!!!
      Ja, ich bin da auch neulich erst durch Zufall drauf gestoßen. Da darf man gar nicht so genau drüber nachdenken…

      Ganz viele Grüße
      Nadine

  • Reply Marie Dezember 8, 2016 at 11:39 pm

    Hallo Nadine,

    bei deinem Titelbild musste ich ziemlich schmunzeln. Kurz nachdem ich in Tikal war, habe ich mir in Flores dermaßen den Magen verdorben, dass ich ganze 10 Tage mein Zimmer nicht verlassen konnte und mich zwei Wochen später immer noch übergeben habe. Hatte davor übrigens im best bewertetsten Restaurant bei Tripadvisor gegessen (vom Streetfood ist mir das nicht passiert) 😀 Manchmal kann man es einfach nicht aufhalten.

    Liebe Grüße aus Panama
    Marie

    • Reply Nadine Dezember 9, 2016 at 6:24 am

      Liebe Marie,
      da hab ich ja das richtige Foto ausgesucht 😉
      Aber ja, man weiß nie, wann es einen erwischt. In Kambodscha konnte ich essen und trinken was ich wollte – alles war gut. Ein Tag in Vietnam und ich wurde krank. Hätte ich vorher auch anders herum vermutet. So ganz kann man auf die Immodium akut wohl nie verzichten 😉

      Ganz liebe Grüße (noch) aus Hamburg!

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