Volcano Boarding in Nicaragua – Würdest Du einen aktiven Vulkan runter rutschen?

Januar 17, 2017

Noch kurz vor meinem Trip nach Mittelamerika las ich zum ersten Mal vom Volcano Boarding. In Léon, Nicaragua kann man einen aktiven Vulkan runter rutschen.

Oh mein Gott, das muss ich unbedingt machen!

Mit Tierra Tours ging es in einem Mini Van zum Vulkan! Für 35$ wurde man nicht nur hin und zurück gebracht. Das Board sowie der Overall plus Schutzbrille waren auch dabei!

Nach ungefähr 40 Minuten Fahrt kamen wir zum Cerro Negro. Der „schwarze Hügel“ ist erst 1850 entstanden und bereits über 20 Mal ausgebrochen. Der junge Vulkan besteht im Grunde nur aus dem Lavagestein und -Sand. Die Vulkane, die üppig bewachsen sind, sind schon vor langer Zeit erloschen.

Overall, Schutzbrille und etwas zu Trinken im Rucksack verstaut und los ging die kleiner Wanderung zur Spitze.

Wie gut, dass ich meine lockersten Sneaker getragen habe. Aus mir wird auch keine Bergsteigerin!

Da frage ich mich jetzt, wie ich die 728 Meter Höhe geschafft habe. Auch wenn ich zu Hause ständig ins Fitti gehe, war der Aufstieg mega anstrengend. Es könnte sein, dass ich 95% des Aufstieges vor mich hin geflucht habe.

Leider sieht man auf dem Bild nicht, wie windig es war. Ich konnte manchmal kaum aufrecht stehen! „Wir gehen durch den Krater, das ist sicherer“! Ähem, durch den Krater eines Vulkans zu laufen, der zuletzt 1999 ausgebrochen ist, ist also sicherer als außen rum. Ja gut, dann mal los.

Wenn man das Board so vor sich hält, bietet man dem Wind auch etwas weniger Angriffsfläche.

Der Wind hat außerdem so viel Sand und kleine Steinchen umher gewirbelt, dass es ohne Schutzbrille gar nicht möglich war, die Augen offen zu halten!

Ach, habe ich erwähnt, dass es mittags war und das Thermometer so knapp 30 Grad angezeigt hat? Warum tu‘ ich mir das an???

Oben angekommen ging es dann in den mega sexy Strampelanzug. Es gab eine kleine letzte Anweisung von unserem Tourguide und dann fuhren wir der Reihe nach herunter. Erst, wenn der Vorgänger unten zu sehen war, durfte der Nächste los.

Also rauf aufs Board. Wobei…Board…es ist im Grunde nur ein Holzbrett, zum Schlitten umfunktioniert. An der Spitze ist ein Seil montiert, an dem man sich etwas festhalten kann. Die Füße hat man links und rechts daneben. Umso mehr man die Fersen in den Vulkansand schiebt, umso mehr bremst man. Auf gar keinen Fall darf man sich nach hinten lehnen und das Band nach oben ziehen. Irgendwie macht man die Bewegung automatisch, weil man denkt, man bremst so. Aber dadurch wird man nur noch viel schneller. An dem Band sollte man eh nicht wirklich ziehen. Es ist im Grunde nur dafür da, die Balance zu halten.

Die Fotos werden der knapp 45° Steigung leider auch nicht wirklich gerecht. Als ich oben losfahren sollte, rutschte mir mächtig das Herz in die Hose! Ein paar Mal eierte ich ein wenig hin und her, konnte aber zum Glück gerade so sitzen bleiben. Das Mädel vor mir leider nicht. Da ich nach ihr losfuhr, wusste ich bei meiner Abfahrt noch nicht, dass sie sich beim Überschlag gerade eine blutige Nase geholt hat. Aber es waren zum Glück nur ein paar Schürfwunden. Hätte ich ihren Stunt gesehen, wäre ich vielleicht zu Fuß runter gelaufen 😉

Es war wirklich super steil und ich musste mich ganz schön zusammen reißen, um nicht zu kneifen. Den Dreh hatte ich eigentlich schnell raus: Fersen in den Boden drücken und schon bremst man. Doch so einfach ist es doch wieder nicht. An manchen Stellen ist der Untergrund einfach nur steinhart. Nix da mit Fersen nach unten. Man schlittert nur so nach unten. Da wurde mir doch ziemlich mulmig. Außerdem sah ich schon die Sohle meiner Schuhe dahin schmelzen. Sie waren zu dem Zeitpunkt auf jeden Fall schon zur Hälfte mit der Vulkanasche gefüllt!

Ein kleiner, verschwommener Ausschnitt aus meinem Video… Während der Fahrt zu winken, ist eigentlich auch keine gute Idee. Aber das war kurz vorm Ende, als ich schon ganz langsam war.

Nach dem Volcano Boarding sehnte ich mich nach einer Dusche. Der Sand war einfach überall! Hübsch, nicht wahr? Auf dem Rückweg wurden wir alle direkt vor unserem Hotel abgesetzt. Zum Glück! Als solch ein Dreckspatz wollte ich nicht unbedingt durch die Stadt laufen.

Volcano Boarding ist ein echter Adrenalin-Kick und ein einzigartiges Abenteuer. Wie abenteuerlich es wirklich ist, wurde am nächsten Tag klar. Da wurden die Touren abgesagt – der Vulkan war wieder aktiv. Leute, im Ernst?? Ich laufe durch den Krater, obwohl da unter mir die Lava kocht? Na gut, damit muss man wohl rechnen!

Würde ich es wieder tun?

Wenn ich es noch nie gemacht hätte – ja! Dieses Abenteuer konnte ich mir einfach nicht entgehen lassen.

Es ein zweites Mal machen? Wohl eher nicht. Die Strapazen sind schon nicht ohne und das Verletzungsrisiko zu groß.

Whitewater Rafting oder Ziplining sind da eher die Abenteuer, die ich sofort wiederholen würde. Beim Volcano Boarding fehlte mir ein wenig das Gefühl, die Situation kontrollieren zu können. Aber vielleicht habe ich auch einfach zu viel darüber nachgedacht.

Wenn Du überlegst, ob Du die Tour buchen solltest, musst Du es einfach abwägen. Es macht eine Menge Spaß, aber ist eben auch nicht ohne… Von Tierra Tours war ich aber auf jeden Fall überzeugt. Die Guides wirkten sehr kompetent und sie waren sehr zuverlässig.

Würdest Du es machen? Was war Dein verrücktestes Abenteuer?

 

So finanziere ich meine Weltreise

Januar 12, 2017

„Ich werde 14 Monate durch die Welt reisen!“ –„Und wie finanzierst Du das?!“

Das ist fast immer die erste Frage, die mir gestellt wird, sobald jemand von meinem Sabbatjahr erfährt.

Wenn ich dann Kommentare wie „Du musst es ja haben“, „Du musst ja reich sein“ oder „Ich könnte mir das nie leisten“ höre, dreht sich bei mir ganz leicht der Magen um.

Bitte verabschiede Dich von dem Gedanken, dass Reisen ein Vermögen kosten müssen. Und es muss ja auch nicht gleich die große Weltreise sein. Wie wäre es mit einem Wochenendtrip nach Paris?

Hin- und Rückflüge innerhalb von Europa bekommst Du oft schon für 100 Euro. Ein Zugticket von Hamburg nach München ist teurer! Hier kannst Du nachlesen, wie Du den günstigsten Flug buchst!

Hostels kosten um die 10 Euro für eine Nacht, bei AirBNB kannst Du Dir eine Unterkunft um die 30 Euro suchen. Oder vielleicht ist Couchsurfing was für Dich?

Schnapp Dir Google und ein Glas Wein und durchforste das Internet. Mit Kreativität und Flexibilität sitzt Du in Nullkommanix im nächsten Flieger!

Und wie komme ich jetzt zu meiner einjährigen Auszeit?

Meine Weltreise finanziere ich so:

Mein Sabbatjahr und was dahinter steckt

Dieses Arbeitsmodell kennt außerhalb des öffentlichen Dienstes kaum jemand. Kein Wunder also, dass mich viele mit Fragezeichen in den Augen ansehen, wenn ich damit anfange.

Bei einem Sabbatjahr erarbeitet man sich im Grunde seine freie Zeit. Dafür gibt es auch ganz unterschiedliche Modelle.

Ich arbeite in Vollzeit – bekomme aber nur mein halbes Gehalt. Dafür bekomme ich das gleiche Gehalt auch während meiner Zeit im Ausland. Es ist fast so, als hätte ich mir für die freie Zeit genügend Überstunden angesammelt. Die Anzahl der Monate, die ich in diesem Modell arbeite, kann ich schließlich im Anschluss frei nehmen.

Somit habe ich während meiner Zeit im Ausland ein festes, monatliches Einkommen!

Schau mal bei Sabbatjahr.org vorbei. Da gibt es ganz viele nützliche Infos zusammengefasst!

Frag Deinen Arbeitgeber, ob Du dieses Angebot nutzen kannst. In der freien Wirtschaft wird das oft mit einem Rückkehrrecht geregelt, ohne dieses feste monatliche Einkommen.

Bei unbezahltem Urlaub musst Du bedenken, dass Du ab einem Monat offiziell als arbeitslos eingestuft wirst. Dann musst Du alle Versicherungen selbst tragen.

Mein Nebenjob

Mein halbes Gehalt deckt meine monatlichen Fixkosten. Da ich aber nicht nur von Brot und Wasser leben kann/will, habe ich mir einen 450 Euro – Job gesucht. Da ich tagsüber im Büro sitze, habe ich mich fast ausschließlich in der Gastronomie umgesehen. Außerdem gibt es hier auch immer noch etwas Trinkgeld!

Das Kellnern im Juli (bestes Restaurant in Hamburg ;-)) hat mir super viel Spaß gemacht und von dem Gehalt konnte ich sogar noch etwas für die Reise sparen!

Meine Ersparnisse

Schon vor ein paar Jahren habe ich mir ein zweites Girokonto bei der DKB angelegt. Jeden Monat ging direkt ein Dauerauftrag auf dieses Konto und ich habe es ausschließlich für meine Reisen benutzt.

Außerdem rechne ich mittlerweile alles in Reisen um. Eine Handtasche für 100 Euro? Das ist ein Hin- und Rückflug nach Mailand! Ein Pullover für 50 Euro? Dafür kann ich in Thailand eine Woche lang jeden Tag essen gehen! Natürlich war ich auch hin und wieder shoppen. Aber dann nur, wenn ich es wirklich gebraucht habe, oder es mir zumindest genau überlegt habe.

Während meines Sabbatjahres werde ich meine Ersparnisse dafür hemmungslos auf den Kopf hauen. Naja, natürlich auch nicht ohne Sinn und Verstand. Aber auch wenn der Lebensunterhalt in vielen Ländern vergleichsweise günstig ist, so sind die Aktivitäten vor Ort doch recht teuer. 60 $ fürs Schnorcheln hier, 100$ fürs Whitewater Rafting da und zack, ist das Geld weg. Aber sie sind alle jeden Cent wert! Ich bin eh der festen Überzeugung, dass man sein Geld kaum besser ausgeben kann als für Reisen und die Abenteuer dort.

Halte an Deinem Traum fest!

Ein Vollzeitjob, eine Nebenjob und so viel sparen wie nur irgend möglich…Es war schon eine Plackerei, bis zu meiner Weltreise. Mein Studium war für mich die größte Quälerei, bei der ich vielleicht 2 Vorlesungen spannend fand. Aber für den Abschluss habe ich es durchgezogen. Jeden Job habe ich durch ein Bewerbungsgespräch bekommen, nicht durch Hand auflegen. Ich habe mir nicht das 20igste Paar gleich aussehender Schuhe gekauft (das hab ich mit Anfang 20 gemacht und bereue jetzt das verschwendete Geld), sondern jeden Monat eine große Summe direkt auf mein Urlaubskonto überwiesen.

Ja, nicht jeder hat bei seinem Arbeitgeber die Chance, eine so lange Auszeit zu nehmen. Nicht jeder will die Sicherheit aufgeben und es ist auch nicht für jeden etwas, so lange unterwegs zu sein.

Aber wenn man einen Traum hat, sollte man alles daran setzen, sich ihn zu erfüllen.

Es ist schlicht die Art und Weise, wie man Prioritäten setzt.

Bei mir hat es auch zehn Jahre gedauert – so lange schon habe ich den Wunsch nach einer Weltreise. Aber erst, als dieser Traum zu meiner Nummer 1 wurde, ging er in Erfüllung.

Aber genug gemotzt und gerechtfertigt. Schließlich waren fast alle Reaktionen voll von Neugier und mit einem „ich freue mich für Dich“ gespickt!

Ich will damit nur sagen, wenn Du einen Traum hast, hör nie auf, ihm hinterher zu jagen. Werde kreativ bei der Suche nach neuen Wegen. Arbeite hart und verliere nicht das Ziel aus den Augen!

Wäre eine Weltreise auch etwas für Dich? Worauf könntest Du am ehesten verzichten, um Dir Deinen Traum zu erfüllen?

In 25 Fotos durch Vietnam

Januar 9, 2017

Vor 2 Jahren war ich auf der Suche nach einem kleinen Kulturschock. Ich war in den Jahren davor nur in Europa unterwegs und wollte jetzt mal etwas anderes entdecken. Menschen sehen, denen ich nicht ähnlich bin. Fremde Gerüche in der Nase haben und beim Essen auf dem Teller nicht sicher sein, was es eigentlich ist. Einfach mal in eine andere Welt abtauchen.

Darum entschied ich mich für Südostasien und es ging quer durch Kambodscha und entlang der Küste Vietnams von Ho Chi Minh bis nach Hanoi. Gut, dass die Transportmittel nicht meine Favoriten waren, kannst Du hier und hier lesen. Aber was nimmt man nicht alles in Kauf…?!

Nicht nur Halong Bay hat mich für die Strapazen entschädigt. Vietnam hat noch viel mehr zu bieten.

Also lass Dich jetzt auf eine kleine Reise durch das Land mitnehmen!

Als Elektriker hat man in Vietnam bestimmt seinen Spaß!

Ich dachte noch vor meinem Urlaub in Vietnam, dass die typischen Hüte nur noch als kitschiges Mitbringsel für Touristen hergestellt werden. Aber nein, überall im Land konnte ich sie sehen. Dafür werden sie jedoch nur von den Frauen getragen.

Wenn auch etwas verschwommen, aber wie hier die Hühner transportiert werden, musste ich trotzdem festhalten!

Die wohl bunteste Kirche, die ich je gesehen habe. Aber auch die vielleicht beste Religion, von der ich je gehört habe. Ich weiß leider nicht mehr, wo genau in Vietnam diese Kirche steht. Den Namen hatte ich bereits vergessen, kurz nachdem unser Tourguide ihn gesagt hatte 😉 Wir waren auf dem Weg zum Mekong und hielten bei einem Markt an. Wir liefen quer durch die engen Gassen, bis wir auf einem Hinterhof diese Kirche fanden. Bunt und voller Bilder, so ganz anders als die anderen Kirchen und Tempel. Bei dieser hier wurden einfach die besten Werte und Regeln aller Religion zu einer neuen zusammen getragen. Darum findet man neben vielen anderen auch eine Abbildung von Jesus neben einem Buddha. Ich bin nicht religiös, aber das hat mir gefallen!

Die längste Zeit war ich in Hanoi. Während mir Ho Chi Minh viel zu hektisch und wuselig war, hätte ich noch länger durch die Straßen Hanois laufen können.

Eigentlich wären auch 250 Bilder noch nicht genug gewesen, um all die schönen Ecken des Landes zu zeigen.

Aber die sieht man dann am besten mit eigenen Augen!

Warst Du schon einmal in Vietnam? Was hat Dir am meisten gefallen? Oder suchst Du jetzt nach günstigen Flügen?

Die Checkliste für Deine Weltreise – noch 4 Wochen bis zum Abflug

Januar 2, 2017
Die Checkliste für deine Weltreise

Du hast die ersten Punkte der Checkliste schon abgehakt und stehst jetzt unmittelbar vor Deiner Weltreise?

Dann musst Du Dich noch um ein paar Dinge kümmern, bis das ultimative Abenteuer startet.

Hier ist Deine Checkliste:

 

4 Wochen bis zur Weltreise

Check-up beim Arzt

Ob Zahnarzt, Frauenarzt, Hautarzt oder sonst was, jetzt wird es Zeit, die letzten Vorsorgeuntersuchungen machen zu lassen. Du willst Deine Weltreise schließlich gesund antreten. Denke daran, Dir für verschreibungspflichtige Medikamente einen Vorrat anzulegen.

Mache weitere Passfotos

Bei manchen Grenzübergängen muss man ein zusätzliches Passfoto abgeben. Damit Du dann nicht panisch nach einem Fotoautomaten suchen musst, nimm zusätzliche Bilder mit.

Richte einen Nachsendeauftrag ein

Du kannst Deine Post für den Zeitraum Deiner Weltreise zu einer Adresse Deiner Wahl schicken lassen. Das geht auch online und Du kannst den genauen Zeitraum einstellen.

Es gibt mittlerweile auch einen Service, der Deine Post einscannt und als PDF in eine Cloud lädt. Du kannst sie dann online abrufen.

Erstelle Kopien Deiner wichtigsten Dokumente

Es ist immer von Vorteil, einen Satz an Kopien dabei zu haben. Hier und da braucht man sie an einem Grenzübergang. In  Mittelamerika ist man z.B. verpflichtet, einen Ausweis bei sich zu haben. Den solltest Du natürlich besser an einem sicheren Ort aufbewahren. Denke nicht nur an Deinen Reisepass. Habe auch Kopien Deiner Krankenversicherung und Deiner Gelbfieberimpfung dabei.

Scanne alle wichtigen Dokumente ein und schicke sie Dir selbst per E-Mail

Kopien sind schön und gut. Gehen sie verloren, kannst Du sie Dir so von jedem Ort in der Not einfach ausdrucken.

Informiere Deine Freunde/Familie

Schicke eine Kopie Deiner Dokumente auch zu einer Person Deines Vertrauens. Im Notfall kann sie vielleicht aus Deutschland etwas für Dich regeln. Hinterlasse Ihnen auch die Daten von Deinen bereits gebuchten Flügen/Hotels/Hostels und Co. Bei Deiner Weltreise sollte immer jemand wissen, wo Du (zumindest so ungefähr) bist.

Überprüfe Deine Kreditkarten

Beantrage (wenn noch nicht vorhanden) eine Kreditkarte. Besser noch sind 2, falls eine kaputt geht oder gestohlen wird. Am besten hast Du unterschiedliche Karten dabei. Also Visa, Mastercard oder z.B. American Express. Wird Visa nicht angenommen, kommst Du mit 5 anderen Visakarten auch nicht weiter.

Achte auf die Gültigkeit Deiner Karten. Sie sollten zumindest Deinen geplanten Reisezeitraum abdecken.

Kontrolliere Dein Limit. Reicht es? Wie hoch ist Dein Dispo?

Speichere die Notfallnummern im Handy!

Kümmere Dich um Dein Online Banking

Machst Du Dein Online Banking mit einer Tan, die per SMS kommt? Dann solltest Du bedenken, dass Du im Ausland dafür hohe Gebühren zahlen musst. Vielleicht steigst Du besser wieder auf eine Liste um.

Richte eine Vollmacht für Deine Konten ein

Auch das solltest Du in Betracht ziehen. Solltest Du von unterwegs ungewöhnliche Belastungen feststellen, kann Dich Deine Vertrauensperson von zu Hause unterstützen und aushelfen.

Informiere Deine Bank über Deine ersten Reiseziele

Auch wenn bei der Bank alles automatisiert ist, solltest Du sie über Deine Pläne informieren. So verminderst Du das Risiko, dass Deine Karte gesperrt wird. Das kann passieren, wenn Transaktionen im Ausland als fragwürdig angesehen werden.

Richte eine Vollmacht für Deine Krankenversicherung ein

Du bist privat krankenversichert? Dann denke an eine Vollmacht für die Krankenkasse und Beihilfestelle. Damit kann Deine Vertrauensperson die Leistungen für Dich beantragen.

Besorge Dir US Dollar

Damit Du Dich nicht unnötig angreifbar machst, solltest Du bei Deiner Weltreise kein Vermögen mit Dir rumschleppen. Außerdem bekommst Du Bargeld in den meisten Ländern recht problemlos am Geldautomaten. Somit kannst Du Dir auch das Tauschen vorher eigentlich sparen. Für den Beginn kannst Du Dir ansonsten US Dollar bei Deiner Bank besorgen. Dafür müssen die USA gar nicht auf Deinem Radar sein. Ob Asien oder Mittelamerika, oft werden die Dollar akzeptiert, wenn sie nicht sogar bevorzugt werden. Jeder, der mal in Kambodscha war, wird noch das „One Dollaaaar“ all der Straßenhändler im Kopf haben.

Lege Dir eine Packliste an und besorge, was noch fehlt

Denke am besten in Kategorien, damit es übersichtlich bleibt. Hierzu kommt noch ein ausführlicher Post. Darum hier eine kleine Auswahl:

Technik: Handy, Tablet, Fotoapparat, Ladekabel, Powerbank, Speicherkarte, Stromadapter, …

Kleidung: Shirts, Hosen, Schuhe, Bikini, …

Apotheke: Ibuprofen, Immodium akut, Fenistil, …

Nützliches: Schlafsack, Reisehandtuch, Taschenlampe,…

Buche Deine Unterkunft für die erste Nacht

So spontan und flexibel Du auch auf Deinem Trip sein willst, buche eine Unterkunft für die erste Nacht. Das macht den Einstieg in die Reise leichter und Du musst nicht noch nach einem langen Flug auf die Suche gehen.

Informiere Dich über den Transport vom Flughafen zur Unterkunft

Auch das macht den Einstieg leichter. Informiere Dich vorab über Taxistände, Busse, Züge, Schuttle usw. und deren Preise und Abfahrtszeiten. So kannst Du nach Deiner Ankunft gezielt zum entsprechenden Terminal gehen bzw. kann Dich kein Taxifahrer mit zu hohen Preisen übers Ohr hauen.

 

Ein paar Tage vor Deiner Weltreise

Wohnung ausräumen und Schlüsselübergabe

Packe Deinen Koffer/Rucksack

Lege Dir Deine Sachen schon mal zurecht, packe schon mal zur Probe. So siehst Du, ob alles passt. Denke auch daran, dass die Airlines unterschiedliche Grenzen bezüglich des Gewichts haben.

Checkliste für die Weltreise

Am Tag vor Deiner Weltreise

Checke online für den Flug ein

Auch wenn Du so oder so am Schalter Dein Gepäck abgeben musst, checke vorher online ein. Wenn nicht schon geschehen, kannst Du noch Deinen Platz aussuchen.

Organisiere Deine Anreise zum Flughafen

Und vergiss nicht die Taschentücher für den tränenreichen Abschied!

Checke ein letztes Mal die Uhrzeiten

Nicht, dass Du nachmittags um 6 am Flughafen ankommst, obwohl der Flieger schon morgens um 6 ohne Dich los ist!

 

Und dann bleibt nur noch eines übrig: Unglaublich auf die Abreise freuen!!!!!!!!

Wie bereitest Du Dich auf eine lange Reise vor? Habe ich etwas in meiner Checkliste vergessen?

Und was ist größer? Der Abschiedsschmerz oder die Vorfreude??

Die Checkliste für Deine Weltreise – was Du in den Monaten davor zu tun hast

Dezember 30, 2016

​Du planst eine Weltreise und stehst jetzt vor der Aufgabe, alles zu organisieren?

Dann habe ich hier eine Checkliste für Dich.

Viele der nächsten Punkte kannst Du natürlich auch noch kurzfristig vor der Abreise machen. Damit Du aber dann genug Zeit für Deine Abschiedsfeiern hast, fange am besten rechtzeitig an. Bei all der Vorfreude bist Du dann auch über alles froh, was Du bereits abhaken kannst. Bei einigen Dingen gibt es schlichtweg Fristen, die Du einhalten musst.

 

3-6 Monate bis zur Weltreise

Kläre Deine berufliche Situation

Bei einem Sabbatjahr schließt Du eine Nebenabrede zu Deinem Arbeitsvertrag. Damit ist schon alles geklärt. Solltest Du Deinen Job kündigen, kannst Du in Deinem Arbeitsvertrag die Kündigungsfristen nachlesen. Die können mitunter sehr lang sein, nur zum Quartalsende möglich, etc. Spreche Deinen Arbeitgeber ansonsten auf einen Aufhebungsvertrag an.

Arbeitsamt, Renten- und Pflegeversicherung

Dies gilt, falls Du Deinen Job gekündigt hast. Auch wenn Du kein Arbeitslosengeld bekommst, musst Du Dich abmelden. Die Versicherungen musst Du dann während Deiner Reise selbst tragen. Bei einem Sabbatjahr ist dies nicht der Fall und Du kannst Dich an dieser Stelle zurück lehnen.

Überlege Dir, was mit Deiner Wohnung passieren soll

Wenn Du aus Deiner Wohnung ausziehen willst, musst Du Dich an Deine Kündigungsfristen halten. Vielleicht kannst Du aber auch kurzfristig noch einen Nachmieter suchen. Wenn Du dies rechtzeitig klärst, hast Du genug Zeit, Dich um Deine Sachen zu kümmern. Alles was Du nicht mehr brauchst, kannst Du z.B. über Ebay Kleinanzeigen loswerden und sogar noch Deine Reisekasse aufstocken. Willst Du einen Untermieter suchen, bietet sich WG-gesucht an. Auch bei Facebook gibt es diverse Gruppen, in denen Wohnungsanzeigen gepostet werden können. Denke nur daran, dies auch Deinem Vermieter zu melden. Laut Gesetz kann der das nur aus triftigen Gründen ablehnen.

Lege die ungefähre Route fest

Je nachdem wie lange Du unterwegs sein wirst, hast Du Dir bestimmt schon ein paar Wunschziele überlegt. Bei einer langen Reise kann man natürlich nicht schon alles planen, aber eine ungefähre Route zu haben, ist von großem Vorteil. So fliegst Du nicht unnötig hin und her.

Buche den ersten Flug

Hier kommt es natürlich auch auf Dein Ziel an. Liegt Dein erster Stopp in Europa, kannst Du die Buchung noch kurz vorher machen. Auch Langstrecken kannst Du später buchen. Aber es lohnt sich, schon mal zu gucken. Schau Dir dazu meine Tipps an, wie Du den günstigsten Flug findest.

Wenn Du kannst, reserviere Deinen Sitzplatz. Bei Langstrecken lohnen sich ein paar Euro auf jeden Fall für mehr Beinfreiheit am Notausgang.

Bei so gut wie jeder Airline kannst Du Dir vorab ein spezielles Menü bestellen. Also vegetarisch, vegan, koscher, etc. Das ist einer meiner Lieblingstipps, wenn es ums Fliegen geht. Hast Du vorab ein spezielles Menü gewählt, bekommst Du es im Flieger als erstes und musst nicht ewig warten, bis sie mit dem Wagen bei Dir ankommen und nur noch das da ist, was Du nun gerade nicht wolltest.

Beantrage Deinen Reisepass

Falls Du ihn noch nicht hast, dann solltest Du spätestens jetzt den Reisepass beantragen. Die Bearbeitung kann schon mal 6 Wochen dauern. Ansonsten überprüfe die Gültigkeit. Oft muss man bei der Einreise in fremde Länder einen noch 6 Monate gültigen Pass haben! Also sollte er nicht nur für den Zeitraum Deiner Reise, sondern auch noch zusätzliche 6 Monate gültig sein.

Du kannst den Ausweis natürlich auch noch 8 Wochen vor dem Start Deiner Weltreise beantragen. Falls Du aber vorab ein Visum besorgen musst, brauchst Du den Zeitpuffer wieder.

1-3 Monate bis zu Weltreise

Informiere Dich über Impfungen

Manche Impfungen müssen nach ein paar Wochen wiederholt werden, um die Wirkung sicherzustellen. Informiere Dich einfach bei Deinem Impfzentrum oder beim Auswärtigen Amt. Grundsätzlich ist es natürlich eine freiwillige Geschichte. Aber Gelbfieberimpfungen sind tatsächlich für einige Länder Pflicht! So kannst Du Deine Einreise nach Bolivien z.B. ohne diese Impfung vergessen.

Verträge kündigen

Checke Deine Verträge und kündige sie eventuell. Denke dabei z.B. an: Fahrkartenabos, Fitnessstudio, Zeitungsabos, alles rund um die Wohnung…

Manche Verträge können natürlich weiter laufen. Die Haftpflichtversicherungen schließen oft das Ausland mit ein.

Auslandsreisekrankenversicherung abschließen (optional: Unfall-, Rechtsschutz, Wertsachenversicherung, etc.)

Bist Du nicht im Genuss einer privaten Krankenversicherung, solltest Du Dich unbedingt extra absichern. Achte bei den Verträgen darauf, dass Dein langer Reisezeitraum abgedeckt ist und das Länder wie die USA oder Kanada höhere Kosten haben. Da manche Versicherungen eine Vorlaufzeit von 4 Wochen verlangen und Du die Tarife in Ruhe vergleichen solltest, kümmere Dich lieber rechtzeitig darum! Lass Dir von Deiner Versicherung eine englische Bestätigung zuschicken. Für Mittel- und Südamerika ist auch eine spanische Version sinnvoll. Für Länder wie Kuba oder Bolivien brauchst Du sie auf jeden Fall zum Vorzeigen bei der Einreise!

Kümmere Dich um Dein Auto

Willst Du es verkaufen? Oder doch nur abmelden? Denke auch an die Versicherungen.

Beantrage einen Internationalen Führerschein

Geht super easy und schnell im Verkehrsamt Deiner Stadt. Dafür brauchst Du ein Passfoto und ungefähr 17 Euro. Für den Termin musst Du neben Deinem Personalausweis natürlich auch Deinen Führerschein dabei haben. Der Internationale Führerschein wird dann sofort ausgestellt. Damit Du nicht lange warten musst, vereinbare dafür einen Termin.

Beantrage Dein Visum

Dies ist natürlich abhängig von Deinem ersten Stopp. Geht es z.B. nach Vietnam? Dann musst Du Deinen Pass zur Botschaft nach Berlin schicken! Schau beim Auswärtigen Amt nach. Da findest Du alle Länder und deren Einreisebestimmungen. Es sind auch sämtliche Links zu den Botschaften hinterlegt. Da man nie so genau weiß, wie schnell sie arbeiten, solltest Du Dein Visum rechtzeitig beantragen, wenn Du den Postweg wählst.

Lies die Bestimmungen bitte ganz genau. Bei einigen Ländern benötigst Du ein Ticket, welches Deine Ausreise bestätigt. Die USA sind da auch noch so speziell, dass das besagte Ticket nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden darf!

Und natürlich solltest Du auch darauf achten, wie lange die jeweiligen Visa gültig sind. Das kann in einem Land nach 30 Tagen, in einem anderen Land nach 6 Monaten auslaufen.

Und plötzlich sind es nur noch 4 Wochen bis zu Deiner Weltreise!!!

Was Du dann noch erledigen musst, liest Du im nächsten Beitrag.

Wie gehst Du bei Deiner Planung vor? Habe ich etwas vergessen?

 

Paris – Der ultimative Guide für Deinen ersten Besuch

Dezember 27, 2016

Paris is always a good idea

…und was es für eine gute Idee ist! Die Stadt an der Seine ist einfach traumhaft und unangefochten meine Lieblingsstadt! Drei mal war ich schon dort und ich habe noch lange nicht genug. In meiner Bucket List habe ich nicht umsonst geschrieben, dass ich nur zu gern für ein paar Monate in Paris leben möchte.

Laut, schmutzig und die Franzosen sind eh unhöflich?! Lass Dich bloß nicht von den Vorurteilen abschrecken!

Damit Dein Trip nach Paris unvergesslich wird, habe ich hier meine Tipps für Dich zusammengefasst:

Wie komme ich nach Paris?

Es gibt 2 Flughäfen: Charles de Gaulle und Orly. Die meisten Flieger bringen Dich von Deutschland nach Charles de Gaulle (CDG) und die Tickets (hin und zurück) bekommst Du oft schon für ca. 100Euro! Natürlich kannst Du auch den Zug nehmen. Das bietet sich vor allem an, wenn Du im Ruhrgebiet wohnst. Mit dem Thalys bist Du von Köln in weniger als 3,5 Stunden in der Stadt der Liebe! Der Preis liegt ebenfalls bei ca. 100 Euro für die Hin- und Rückfahrt.

CDG liegt ungefähr 40km von Paris entfernt und für ein Taxi ins Zentrum bezahlst Du ungefähr 50Euro. Viel günstiger fährst Du mit dem RER der Linie B! Der Schnellzug fährt vom Terminal 2 ab, kostet 10 Euro und Du bist in einer halben Stunde am Gare du Nord. Dort kannst Du eine Metro zu Deiner Unterkunft nehmen. Folge einfach den Schildern am Flughafen. Die Ticketautomaten bieten auch deutsche Menüs an und Du kannst bar oder mit Karte zahlen. Außerdem fährt der Zug alle 10 Minuten. Nur nachts gibt es diese Verbindung nicht. Solltest Du also besonders spät landen, oder eben sehr früh wieder zum Flughafen müssen, ist das Taxi oder ein Uber die Alternative. Bestell Dir dafür bereits am Abend das Taxi. Am frühen Morgen in Paris ein Taxi zu bekommen, ist ein Ding  der Unmöglichkeit!

Wo übernachte ich?

Hier hast Du natürlich die Qual der Wahl! Paris ist in 20 Arrondissements, also Stadtviertel, aufgeteilt. Das Louvre steht z.B. im Ersten, der Eiffelturm im Siebten Arrondissement. Außerdem musst Du Dich auch entscheiden, ob du oberhalb der Seine, also am Rive Droite wohnen willst. Oder doch lieber unterhalb, also am Rive Gauche. Diese Bezeichnungen findest Du vielleicht bei den Beschreibungen der Unterkünfte und sind am Anfang etwas irreführend.

Ich kann Dir auf jeden Fall das Marais (3. Arr., ein Café neben dem anderen und etwas hipper mit vielen Bars), St. Germain (6. Arr., etwas gehobener und einfach nur wunderschön) und Montmartre (18. Arr., DAS Künstlerviertel rund um die Sacré-Cœur) empfehlen. Im letzteren findest Du übrigens Moulin Rouge und die berühmten Kulissen vom Film „Die fabelhafte Welt der Amélie“.

Letztendlich ist es natürlich eine Frage des Budgets. Aber auf eine Sache solltest Du Wert legen: Wo ist die nächste Metro-Station? Egal wo Dich Deine Stadtbesichtigung hinführt, die Metro bringt Dich ruckzuck dorthin. Darum ist auch eine Unterkunft etwas außerhalb des Zentrums überhaupt kein Problem.

Schau neben den Hotels auch nach AirBnB-Angeboten. Dann fehlt nur noch ein Baguette und Du wirst zum Pariser 😉

Wenn Du ein Hotel in Montmartre buchst, wirst Du mit etwas Glück mit dieser Aussicht belohnt:

Wie komme ich von A nach B?

Auch wenn Paris recht groß ist, solltest Du unbedingt so viel wie möglich zu Fuß laufen. Die Stadt ist einfach viel zu schön, als das man nur im Untergrund unterwegs sein sollte. An jeder Ecke warten wunderschöne Architektur, tolle Museen und unzählige Cafés auf Dich. Wenn Du dann doch mal müde bist, ist die Metro Deine Rettung.

Wenn Du ein paar Tage in der Stadt bist, kaufe Dir ein Ticketbündel. 10 Tickets, also 10 Fahrten, kosten z.Zt. 14,50Euro. Wenn Du die Station betrittst, steckst Du das Ticket in den Schlitz der Metallschleusen. Es wird entwertet und Du nimmst es wieder an Dich. Die Richtung der jeweiligen Metrolinie wird immer mit der Endstation ausgeschildert. Mit einem Ticket kannst Du so oft umsteigen, wie Du willst. Erst, wenn Du die Metalltüren nach der Fahrt verlässt, verliert das Ticket seine Gültigkeit.

Beachte aber, das gegen Mitternacht die Metro ihre letzten Runden dreht und sie auch am Wochenende nicht nachts fährt. Die Taxipreise entsprechen ungefähr denen von Deutschland und es gibt Taxameter!

Mein Geheimtipp:

Fühl Dich wie ein Pariser und fahre mit dem Fahrrad durch die Stadt: Mit Vélib – die Stadträder von Paris!

Schon von zu Hause aus kannst Du Dich anmelden. Dabei bezahlst Du entweder 1,70 Euro für einen Tag oder 8 Euro für eine Woche. Du bekommst eine Nummer zugewiesen und suchst Dir selbst eine 4-stellige Pin aus. Damit kannst Du Dir dann an jeder Station ein Fahrrad ausleihen. Die erste halbe Stunde ist sogar kostenlos!

Du kannst auch eine Tour mit dem Batobus buchen. Die Boote fahren die Seine auf und ab und Du kannst beliebig oft ein- und aussteigen! Der Pass kostet 17 Euro für einen, und 19 Euro für zwei Tage!

Was kann ich in Paris unternehmen?

Bei Deinem ersten Besuch dürfen natürlich die größten Sehenswürdigkeiten nicht fehlen. Darum habe ich mich bei diesem Guide darauf spezialisiert. Wir wollen zwar alle Traveler und keine Touristen sein, aber es gibt einfach Orte und Plätze, die muss man einfach sehen. Klar hat man die Orte nicht für sich allein. Aber sie sind einfach zu schön, sodass man den Rest ausblenden kann.

In einem nächsten Blog Post komme ich dann zu den Insidertipps. Versprochen! Einen findest Du schon weiter unten im 20. Arrondissement.

Zurück zu Deinem ersten Paris-Urlaub: Am besten teilst Du Deine Tage ein wenig auf die verschiedenen Stadtviertel auf. So könnten sie aussehen:

Tag 1: Unterwegs im 1., 2., 3. und 4. Arrondissement

Marais, Hôtel de Ville, Notre Dame, Centre Pompidou, Picasso Museum, Louvre, Palais Royal

Starte am besten bei der Metrostation Republique und gehe von dort in Richtung Seine. Du kommst am Rathaus und am Centre Pompidou vorbei und gelangst auf die Île de la Cité. Auf dieser Miniinsel inmitten des Flusses findest Du die berühmte Kirche Notre Dame! Nach der Besichtigung kannst Du über die wunderschöne Brücke Pont Neuf zurück an Land gehen und wenn Du nur der nächsten Querstraße folgst, landest Du schon direkt beim Louvre und der Mona Lisa.

Durch den Garten Jardin des Tuileries kommst Du zum Place de la Concorde. Dort beginnt auch schon die Avenue des Champs-Élysées, die wohl berühmteste Straße in ganz Paris, die beim Arc de Triomphe endet. Aber soweit brauchst Du an dem Tag gar nicht laufen. Bei all den Museen im Marais wirst Du eine Weile beschäftigt sein. Wenn Dich die nicht interessieren, bieten die Cafés genügend Alternativen! Außerdem gibt es hier viele kleine Shops, nationaler und internationaler Designer, die das Herz eines Shopaholics höher schlagen lassen.

Tag 2: Unterwegs im 8., 9. und 18. Arrondissement

Montmartre, Sacré-Cœur, Mur des je t’aime, Place du Tertre, Opera, Galeries Lafayette, Moulin Rouge, Champs-Élysées, Arc de Triomphe

Da Montmarte auf einem Hügel liegt, sollte der Tag dort starten. So musst Du Dich die 130Meter nicht mit müden Beine die Treppen hochquälen 🙂 Starte von der Metrostation Abbesses. Ein verstecktes Highlight ist die Mur des je t’aime. Eine Wand inmitten eines kleinen Gartens enthält 311 Liebesbotschaften in 250 Sprachen. Mache Dich dann auf den Weg durch die schmalen Gassen, bis du zur Sacré-Cœur gelangst. Du kannst nicht nur die unglaublich schöne Kirche bewundern, sondern auch einen tollen Ausblick über ganz Paris genießen.

Ab jetzt heißt es nur noch bergab laufen. So landest Du automatisch mitten im Trubel und kommst an der Oper und den berühmten Kaufhäusern Galeries Lafayette und Printemps vorbei.

Mein Geheimtipp:

Spare Dir den teuren Eintritt für Aussichtsplattformen auf Eiffelturm und co. Die Galeries Lafayatte und auch Printemps haben große Dachterrassen, die Dir den Ausblick über die Stadt kostenlos bieten. Ohne lange Schlangen und den Eiffelturm hast Du so auch mit auf dem Bild!

Tag 3: Unterwegs im 5., 6. und 7. Arrondissement

Eiffelturm, Saint Germain, Sorbonne, Quartier Latin, Jardin du Luxemburg, Musée d’Orsay

Diesen Tag kannst Du super von der Metrostation Saint-Germain-des-Prés aus starten. Wenn Du hier aussteigst, stehst Du bereits vor Paris‘ wohl bekanntesten Cafés: zur Linken das Café de Flores, zur Rechten dann das Les Deux Magots. Folge der Rue Bonaparte und Du landest im wunderschön angelegten Park Jardin du Luxemburg. Im Palais du Luxemburg hat heute der Senat seinen Sitz. Wenn Du bei Deinem Spaziergang durch den Park besonders aufmerksam bist, findest Du sogar eine Miniversion der Freiheitsstatue!

Nach den luxuriösen Shops in Saint Germain findest Du die berühmte Uni Sorbonne im Quartier Latin. Hier treffen sich Studenten aus aller Welt!

Am Ende des Parks Jardin du Luxemburg steigst Du einfach in die Metro und fährst zur Haltestelle Bir Hakeim. Schon während der Fahrt wirst Du den Eiffelturm entdecken!

Mein Geheimtipp:

Für noch bessere Fotos vom Eiffelturm, fahre/gehe zur Metrostation Trocadéro. Von der anderen Seineseite bekommst Du einen fantastischen Blick und der Turm passt komplett auf das Bild! (siehe Titelbild)

Tag 4: Unterwegs im 10., 19. und 20. Arrondissement

Canal St. Martin, Parc des Buttes Chaumont, Parc de Belleville

Wenn Du den Trubel der Stadt etwas hinter Dir lassen willst, kommst Du hierher. Am Canal St. Martin gibt es viele Restaurants und besonders im Sommer kann man hier die Abende verbringen.

Eine wahre Oase ist der Parc de Belleville. Den habe ich erst bei meinem dritten Besuch entdeckt. Wer hätte gedacht, dass es in Paris einen Park mit Wasserfall gibt?! Diesen Geheimtipp stelle ich Dir bald in einem separaten Blog Post vor. Er ist zu schön, um hier als einer von vielen Tipps unter zu gehen.

Wie verständige ich mich?

Du sprichst fließend französisch? Très bien!

Du kennst kein Wort und fürchtest Dich schon vor fluchenden, unhöflichen Franzosen, die Dich als Touri im Regen stehen lassen? Das ist mir nicht ein einziges Mal passiert. Lerne ein paar Phrasen, Bitte und Danke,  die Zahlen 1-10, Hallo und Tschüss und schon klappt es. Wenn ich die ersten 2 Sätze dahin gestammelt habe, haben die Kellner oft schon von ganz allein auf englisch geantwortet.

Und wie überall gilt – wie man herein ruft, so schallt es heraus. Wer mit einem Lächeln freundlich um etwas bittet, dem wird auch mit einem Lächeln und Hilfsbereitschaft geholfen.

Wie sicher ist Paris?

2015 und 2016 waren furchtbare Jahr für die Stadt. Der Terror hat hier tiefe Spuren hinterlassen. Doch als ich im Juni in Paris war, konnte man es den Parisern nicht anmerken. Sie lieben ihre Straßencafés und werden es sich nicht nehmen lassen, ihr Leben zu genießen. Es war gerade Fußball-EM, die Stadt voller Touristen und natürlich überall Polizei. Unsere Taschen wurden beim Public Viewing kontrolliert, wie auch bei Eingängen von Museen und auch Shops. Abgesehen von der Polizeipräsenz, welche mir irgendwie immer einen Schauer über den Rücken jagt, habe ich mich nie unsicher gefühlt. Wie überall habe ich natürlich auf meine Wertsachen aufgepasst. Aber ich bin ohne Bedenken mit einer Freundin durch die Straßen gelaufen.

J’adore Paris

Fahr nach Paris! Esse unzählige Baguettes, Croissants und Macarons! Trinke zum Mittag ein Glas Wein. Verliebe Dich in die wunderschöne Stadt und lerne, was joie de vivre wirklich bedeutet. Die Franzosen machen es Dir garantiert vor!

Steht Paris auf deiner Reise-Bucket List? Oder bist Du schon genauso verliebt wie ich? Hast Du noch Geheimtipps für mich?