Meine Ankunft in Montezuma, oder: Affen, die mit Mangos werfen

März 20, 2017

Noch in San José hatte ich von Montezuma gehört und das es dort einen besonders tollen Wasserfall geben soll. Also ging es von Sámara morgens um 8 Uhr los. Da ich mit den öffentlichen Bussen 2 Mal umsteigen müsste und mindesten 12 Stunden unterwegs wäre, entschied ich mich für den Shuttle. Für 50$ hatte ich so zumindest eine Klimaanlage und etwas mehr Komfort. Dass ich trotzdem 2 Mal den Bus wechseln musste, hatte mir vorher keiner gesagt. Dafür wurde ich gegen 13 Uhr direkt vor meinem Hostel Luz en el Cielo abgesetzt.

Und nach der Hostelpleite in Sámara hatte ich jetzt bereits nach 5 Minuten einen sehr guten Eindruck! Mein Zimmer hatte anstelle von Fenstern nur Fliegengitter und jedes Bett hatte seinen eigenen kleinen Ventilator. Also keine Erstickungsgefahr mehr.

Ein kleiner Schock folgte dann aber doch sofort. Auf einmal krachte etwas auf unser Dach. Es hat so laut geknallt, dass ich dachte, es sei etwas kaputt gegangen. „Das sind nur die Affen im Baum über uns, die Mangos auf das Dach werfen!“ Ach wenn es weiter nichts ist.

Der Brüllaffe macht sich bereit zum Wurf mit der Mango

Das Schild „Bitte nicht die Affen füttern“ war also auch nicht aus Spaß angebracht. Jetzt war ich im Dschungel angekommen! Kakerlake im Zimmer inklusive!

Wenn sie nicht mit Mangos geworfen haben, haben die Brüllaffen ihrem Namen alle Ehre gemacht.

Mein Hostel lag an einem kleinen Berg und ich konnte das Rauschen des Meeres hören. Was für ein tolles Gefühl! Der Spaziergang durch Montezuma selbst dauerte dann vielleicht nur 10 Minuten. Es gibt im Grunde nur eine Straße, an der sich ein paar Shops und Tourveranstalter aneinanderreihen. Aber es lag eine ganz bestimmte Atmosphäre in der Luft. Ein bisschen hippiemäßig, tiefenentspannt und fröhlich…so kamen mir alle Leute dort entgegen.

Ich hatte zwar nicht direkt einen Durchhänger, aber die letzten 2 Tage hatten mich etwas platt gemacht. Mir war in dieser Zeit nicht nach anderen Leuten. Ich versteckte mich einfach ein wenig hinter meinen Laptop. Das wurde sowieso höchste Zeit. Die letzten Tage hatte ich den Blog sehr vernachlässigt.

Dann bei Meeresrauschen einzuschlafen war genau das, was ich gebraucht habe. Wenn mich auch die Affen mit ihrem Mangoweitwurf schon morgens um 6 geweckt haben…

Ich hatte vorsichtshalber nur eine Nacht gebucht. Aber schon bei der Ankunft wusste ich, es würde eine Zweite folgen. Mein Bett war nur für eine Nacht frei und ich musste am nächsten Tag in ein anderes Zimmer umziehen. Aber der Aufwand hat sich gelohnt. Endlich kein Doppelstockbett und ein eigener Balkon!!!! Dafür wurde im Freien geduscht! Das Hostel nebenan durfte mir quasi zusehen. Aber wenn man so in Urlaubsstimmung ist, stört das auch nicht wirklich!

Das Hostel Luz en el Cielo in Montezuma kann ich definitiv empfehlen!

Pläne ändern sich – manchmal schneller als gedacht

März 16, 2017

Die Freiheiten einer Weltreise

Einer der größten Vorteile einer Weltreise ist der, dass man nicht bis ins letzte Detail planen muss. So kann man an einem Ort, der einem besonders gut gefällt, einfach so lange bleiben, wie man will (oder das Visum es zulässt).

Genau so ging es mir in Sámara. Als ich ankam, merkte ich sofort, dass ich länger bleiben will.

Ich hatte mein Hostel bereits für 4 Tage gebucht. Aber etwas sagte mir, ich muss länger bleiben. Und da war plötzlich dieses Gefühl von Freiheit! Was für ein Luxus, einfach bleiben zu können. Bisher war mein Urlaub immer durchgeplant und wenn ich einen schönen Ort gefunden hatte, musste ich ihn viel zu schnell wieder verlassen. Jetzt aber konnte ich bleiben, so lange ich wollte!

Vorsicht bei der Hostelwahl

Aber das würde schon mal nicht in meinen Hostel funktionieren, welches ich für die ersten Tage gebucht hatte. Es war viel zu laut. Es war zwar modern und sauber, dafür konnte ich aber kaum schlafen. Direkt vor dem Eingang des Hostels war eine Bar, in der jeden Abend irgendeine Party stattfand.

Darum wechselte ich das Hostel und buchte, clever wie ich war, direkt für eine Woche. So konnte ich schließlich 1 US $ pro Nacht sparen! Da konnte ich ja noch nicht wissen, dass meine bisher schlimmste Nacht folgen würde! Wir waren zu dritt in einem kleinen Zimmer und der Ventilator schaffte es vielleicht für eine Zehntelsekunde bis zu mir zu kommen. Ich habe das Gefühl gehabt, ich würde fast ersticken. Ich musste mir nachts immer wieder gut zureden, ruhig zu bleiben und nicht in Panik zu verfallen. Furchtbar!

Bekommst Du im Hostel Samara dieses Zimmer, wähle auf gar keinen Fall Bett C und D. Akute Erstickungsgefahr!

Außerdem reiste mein kanadischer Travelbuddy (Hi Gab ;-)) viel früher ab. Hmm, mit wem geh ich denn jetzt surfen (sprich ein wenig rauspaddeln und dann von kleinen Fischen attackiert werden)? Der Ort war zwar toll, aber allein dann auch etwas langweilig. Und im neuen Hostel waren nur ein paar Familien oder Pärchen, die nur für sich allein unterwegs waren.

Wenn es Zeit wird, zu gehen

Innerhalb eines Tages kippte die Stimmung also plötzlich. Erst wollte ich am liebsten dort ein Haus bauen, dann hatte ich das Gefühl, ich muss weiter. Am Sonntag buchte ich noch das Hostel für eine Woche, um am Montag doch zu planen, wo es als nächstes hingeht. Der Entschluss stand fest und ich versuchte, mit der Hostelleitung irgendeinen Deal hinzubekommen. Sie könnten mir mein Geld nicht zurück geben. Es ist schon bei der Bank und dann bekommen sie es nicht zurück…Ah ja, klingt sehr logisch. Was für ein Krampf es war! So habe ich am Ende zwar kein Geld gesehen, dafür habe ich die letzte Nacht in einem Zimmer für mich allein verbracht. So war das Geld nicht ganz verloren.

Der Abschied fiel mir dann in diesem Moment auch leichter als gedacht. Sámara ist ein toller Ort und ich werde ganz bestimmt wiederkommen!

Aber es steht und fällt dann doch auch immer mit dem Drumherum.

Für den nächsten Stopp habe ich auch vorsichtshalber nur eine Nacht gebucht. Aus Fehlern lernen, oder so ähnlich…

 

Ein Paradies namens Sámara, oder das erste Mal echte Freiheit

März 15, 2017

Die ersten Bilder von Sámara haben ja schon einen kleinen Eindruck davon erwecken können, wie schön es dort ist. Der kleine Ort an der Pazifikküste von Costa Rica wird im Reiseführer nur so nebenbei erwähnt. Warum, kann ich mir nicht erklären. Ein wunderschöner Strand und nicht allzu viele Touristen. Aber eben genug, um mit mehreren Bars und Restaurants die Leute zu bespaßen. Außerdem kann man hier als angehender Profisurfer gut bei kleineren Wellen üben. Schnorcheltouren, Yoga, ATV-Touren oder Reiten am Strand… Irgendwas kann man immer unternehmen.

Freiheit – eine ganz neue, aufregende Zeit beginnt

Nach der verschwitzten Tour mit dem Bus kam ich im Hostel an und ging abends mit einigen Leuten zum Essen aus. Da hatte ich den kleinen Ort noch gar nicht so richtig entdeckt und trotzdem hatte ich auf einmal ein ganz neues Gefühl im Bauch. Es hat auch etwas gedauert, bis ich es zuordnen konnte.

Es war Freiheit! Ich weiß gar nicht, ob und wann ich dieses Gefühl je hatte?! Mein Hostel war zwar nur für 4 Tage gebucht, aber keiner würde mich zwingen, dann auch wirklich abzureisen. Der geplante Teil meiner Reise war mit der Ankunft in San José vorbei. Jetzt konnte ich spontan entscheiden, wo und wie lange ich bleibe. Ich musste nicht an einem bestimmten Tag irgendwo sein. Und so war noch vor meiner ersten Nacht in Sámara klar, dass ich länger bleiben würde!

Ich glaube, ich bin in der Nacht mit einem breiten Grinsen eingeschlafen! Außerdem hatte ich mich da schon für den nächsten Tag zum Surfen verabredet. Mit meinem kanadischen Surfbuddy Gab kann es doch nur witzig werden!

Eat, Surf, Sleep, Repeat!

Das war so ungefähr das Motto, nach dem wir die nächsten Tage gelebt haben. Was für einen Spaß wir hatten! Morgens um 7 Surfen üben, um 9 mit Blick auf das Meer frühstücken und dann am Strand unter der Palme liegen – ich hätte es schlechter treffen können 😉

Wenn die Sonne unterging, haben wir es uns im Coco’s Restaurant gemütlich gemacht und die Happy Hour mit Margaritas und Daiquiris eingeläutet.

Die faule Zeit haben wir uns immer wieder mit Spaziergängen am Strand oder auf den nächstgelegenen „Berg“ vertrieben. Da wurden schon mal „Do not enter – private property“ Schilder ignoriert, um am Ende durch einen Zaun klettern zu müssen, um wieder auf den richtigen Pfad zu kommen (thanks Gab :-P)! Aber für die Aussicht kann man das schon mal machen.

Sámara – das Schlemmerparadies

Sámara war überraschend vielseitig ausgerüstet, was die Restaurants anging! Ob vegane Burger im LuvBurger, Avocado Toast im Bohemian Café oder Waffeln mit Eis und Früchten im Love Tacos, hungern muss dort niemand. Es war wirklich mega lecker!

Und wenn mich Gab gefragt hat, ob ich Hunger habe: Always!!!! Da merke ich nicht mal, wenn ich fotografiert werde 🙂

Und wenn ich dann nach einem tollen Tag im Bett lag, spielten sich im Kopf diverse Szenerien ab. Ich könnte doch auch die 90 Tage, die ich laut Visum in Costa Rica sein darf, hier verbringen. Dann eben im Galopp durch Südamerika.

Aber irgendwie kommt ja doch immer alles anders, als man denkt…

Bist Du schon mal an einem Ort angekommen, an dem Du sofort hättest bleiben können? Wie sieht Dein Paradies aus?

Ein ungewöhnlicher Start in Costa Rica: Vom Gruselhostel in San José zum Paradies in Sámara

März 13, 2017

Ohne einen neuen mexikanischen Ehemann verging also meine Woche in Oaxaca. Es wurde Zeit, nach San José, der Hauptstadt Costa Ricas zu fliegen. Den Flug hatte ich damals noch in Deutschland gebucht. Aber was ab dann passieren würde, ließ ich mir offen. Zum Glück! Denn erst in Havanna erfuhr ich von Sámara.

Eine Sprachschülerin hatte mir von dem kleinen Örtchen erzählt, der im Reiseführer nur so nebenbei erwähnt wird. Und eigentlich hatte sie mir ein Foto ihrer Sprachschule dort gezeigt. Aber Wahnsinn, was für ein Strand!!! Auf der Schulbank hatte ich ja jetzt schon genug gesessen. In San José selbst gibt es nicht bis gar nichts zu entdecken. Darum blieb ich hier nur so lange wie nötig.

Meine Ankunft mitten in der Nacht im Gruselhostel von San José

Mein Flieger sollte um 22.50 Uhr in San José landen. Über Suntransfers hatte ich mir bereits meinen Shuttle zum Hostel gebucht. So spät abends wollte ich mich nicht noch darum kümmern, wie ich ins Hostel komme. Natürlich hatten wir Verspätung und landeten erst kurz vor Mitternacht in Costa Rica. Aus dem Flieger ließen sie uns dann erst zehn nach zwölf. Die wollen zwischendurch doch nur nicht den Visumsstempel ändern…

Um halb 1 Uhr nachts wartete zum Glück mein Fahrer noch auf mich. Auf zum Hostel. Und was ist das Erste, was ich in Costa Rica sehe? Ein LKW, mit einem Hamburg Süd Container…Eine Sekunde Heimweh bitte! Im Hostel angekommen, schlich ich mich in mein Zimmer. Es war nur ein weiteres Mädel dort, die sich bestimmt ganz schön erschrocken hat, als ich ankam. Mit dem Einschlafen wurde es trotz Müdigkeit aber nichts – draußen lief eine Alarmanlage.

Und dann ist da ein Schatten vor der Tür

Morgens um 4 wurde ich dann wieder aus dem Schlaf gerissen. Es klopfte an der Tür! Mitten in der Nacht allein irgendwo anzukommen, kann dann schon mal sehr gruselig werden. Ich hätte den Film Hostel nicht sehen dürfen! Nach 10!! Minuten gab die Person aber zum Glück doch auf! Mit dem Schlafen war es das dann aber. Es war arschkalt!!!! Ich hatte nur ein dünnes Laken als Bettdecke, das Fenster ging nicht zu und es waren bestimmt nur so um die 17 Grad. Willkommen in Costa Rica. Ich zog mir meine Lederjacke über den Kopf und wartete darauf, dass es hell wurde. Natürlich musste ich am nächsten Morgen über meine nächtlichen Horrorvisionen etwas lachen, aber mitten in der Nacht an einem fremden Ort…da fühlte ich mich doch etwas allein.

Vielleicht kein Horrorhostel, dafür aber Drogenparadies

Dass ich bei der Hostelwahl eventuell ein wenig daneben gegriffen hatte, merkte ich erst recht am nächsten Abend. Am Pool setzte ich mich zu ein paar Leuten. Alle so Anfang 20 und eigentlich ganz entspannt. Sie kamen gerade von einem Festival und waren noch etwas in Partylaune. Der Norweger war in einer Ich-liebe-alles-und-jeden-Stimmung, sodass er jeden, der vorbeikam erst mal lange umarmen musste. „Das ist doch so eine tolle Begrüßung. Das mach ich jetzt mit jedem.“ Wie gut, dass ich die Ich-bin-die-unterkühlte-Deutsche rauskramen konnte. Mit fremden Leuten knuddeln ist halt nicht meins…

Ich hatte keine Lust auf Alkohol und musste dann mehr als einmal erklären, warum ich denn nichts trinken würde. Das man sich dafür „rechtfertigen“ muss, bleibt mir auch ein Rätsel. Aus der gleichen Flasche zu trinken, an der gerade 5 fremde Leute vor mir genuckelt haben, ist auch nicht meine Vorstellung eines gelungenen Drinks. Als sie sich dann einen Joint rollten, rollte ich nur etwas mit den Augen. Gut, das ist ja mittlerweile zur Normalität geworden.

Als sie von all‘ den Drogen vom Festival berichteten, fragte ich mich, wo ich gerade gelandet bin. Die meisten kannte ich nicht einmal. Ich denke mal, dass das aber eher für mich spricht! Übertroffen wurde das dann nur von einem Mädel aus Edinburgh. Sie verschwand kurz, um dann vor unserer Nase Kokain zu nehmen (Wortspiel inklusive). Sie erklärte uns außerdem, dass sie im Flieger etwas mit nach Hause schmuggeln will. „Es ist einfach so gut! Ich will, dass meine Freundin es auch probieren kann.“ Mitbringsel mal anders. Als dann nun nach den Joints auch das Kokain herumging, wusste ich, es ist Zeit zu gehen. Zum Glück fuhr ich am nächsten Tag ab. Und merke: Buche nicht das Hostel Pangea in San José!

Mit dem Bus nach Sámara

Ich hatte dieses gruselige Hostel im Grunde nur der Lage wegen gebucht. Denn es liegt in Laufnähe zu sämtlichen Busterminals von San José. Und genau die machen einem das Reisen in Costa Rica super einfach. Auf der Homepage visitcostarica.com gibt es alle Fahrpläne, ausgehend von San José. So konnte ich nachlesen, dass mein Bus um 12 Uhr von der Alfaro Bus Station abfährt und man mindestens eine halbe Stunde vorher da sein soll. Also rollte ich gegen 11 Uhr mit meinem Koffer los und bekam für nicht mal 10 Euro mein Ticket nach Sámara.

Nicht jeder Bus fährt alle Ziele an. Nach Puerto Viejo kommst Du zum Beispiel vom Mepe Terminal. Außerdem ist Dein Ticket auch Deine Platzkarte. Kommst Du also zu spät, kannst Du zwar mit dem Bus mitfahren, musst dann aber eventuell im Gang stehen!

Die Alfaro Bus Station hatte 3 Etagen. Ein paar Shops und Cafés gibt es auch, die einem die Wartezeit verkürzen. Alles ist super ausgeschildert und man kommt auch ohne Spanisch-Kenntnisse super zurecht. Es gibt elektronische Anzeigen bei den Bussen und ein Mitarbeiter zeigt einem, in welchen Bus man steigen soll. Man darf nur keinen allzu großen Komfort erwarten.

Da schwitzt man schon mal 5 Stunden vor sich hin und wenn man richtig viel Glück hat, macht es der Tico neben Dir auch – bauchfrei!

Kurz vor Sámara gab es noch einen kleinen Stopp. Gut, eigentlich waren es ungefähr 10. Die Locals ließen sich vom Busfahrer vor deren Tür absetzen und wir holten im Nirgendwo noch ein paar Pakete ab. Aber  bei einem Preis von 10 Euro für die Fahrt, da will ich mich mal nicht beschweren.

In 5 Stunden in Sámara

Die Haltestelle in Sámara ist im Grunde nur eine kleine Kreuzung. Aber der Ort ist so klein, da war ich keine 5 Minuten später schon beim Hostel. Das war so gegen 17 Uhr. Die Fahrt dauert also so zwischen 4 und 5 Stunden. Außerdem fühlte ich mich zu jeder Zeit absolut sicher. Der Busfahrer bringt an dem Gepäck einen kleinen Zettel mit einer Nummer an, die zweite Hälfte bekommt man ausgehändigt. So wird beim Zielort dann genau kontrolliert, dass auch jeder nur sein eigenes Gepäck bekommt.

So macht das Reisen Spaß. Einfach, unkompliziert und günstig. Ich konnte bei der Ankunft schon einen Blick auf den Strand werfen. So konnte ich die zwei Gruselnächte in San José direkt vergessen. Gut, in dem Moment wusste ich noch nicht, dass ich hostelmäßig eine kleine Pechsträhne hatte. Aber dazu später mehr!

Hast Du schon einmal etwas Ähnliches erlebt? Habe ich überreagiert, oder war das wirklich eine ungewöhnliche Situation – auch für ein Hostel?

Mein erster mexikanischer Liebesbrief

März 11, 2017

Mein Spanischkurs ging von Montag bis Freitag. Am Mittwoch hatte ich einen kleinen Zusammenbruch. Gut, das ist etwas heftig ausgedrückt. Aber ich hatte das Gefühl, ich kann gar nichts auf spanisch und es geht so null voran. Warum tu‘ ich mir das an? Ich sollte 14 Monate faul am Strand liegen! Aber nein, ich wollte ja etwas mitnehmen…Ich wollte ja fließend spanisch sprechen können, wenn ich schon ein halbes Jahr in Lateinamerika unterwegs sein würde…

Um mich etwas abzulenken, bin ich direkt nach dem Unterricht in ein Café um die Ecke gegangen. Die Nase voll vom Spanisch, kümmerte ich mich lieber um den Blog. Da konnte ich deutsch schreiben und bekam keinen Knoten im Kopf. Völlig vertieft in meinen Laptop und nebenbei eine Suppe löffelnd, machte ich scheinbar einen unwiderstehlichen Eindruck.

Auf einmal tauchte ein Typ an meinem Tisch auf. „Permiso, tengo una carta para ti!“

Ähm, was? Er gab mir einen kleinen Zettel und verschwand eine Sekunde später. Und ich musste nun doch wieder meine Spanischkenntnisse auskramen!

Da läuft man aufgebrezelt durch die Clubs und nichts passiert. Sitzt man ungeschminkt allein in einem Café, bekommt man eben einen kleinen Brief. „Linda Señorita“, jawohl, das bin ich!

Und wie mir das den Tag gerettet hat! 10 Sekunden später gab ich bereits über WhatsApp damit bei meinen Mädels an.

Liebe Männer in Deutschland (also höchstens die 2, die diesen Blog lesen :-)), nehmt Euch ein Beispiel daran!

PS: Nein, ich habe mich nicht mit ihm getroffen. Aber cool war die Aktion trotzdem!

Ein Spaziergang durch Oaxaca

März 10, 2017

Morgens im Spanischunterricht, nachmittags dann in den Straßen Oaxacas unterwegs.

Diese kleine Stadt hat so viel zu bieten, dass ich nach dem Unterricht stundenlang umher schlendern konnte, ohne das Langeweile aufkam. Hier also ein kleiner Spaziergang durch die süße Innenstadt!

Woran erkennt man die Locals? Sie laufen nur im Schatten!

Diesen süßen kleinen Markt habe ich durch Zufall entdeckt. Für 1 Euro konnte ich mich mit einem frischen Erdbeershake kurz entspannen. Du findest ihn in der Calle Macedonio Alcalá 806.

Die Pose stimmt schon mal!

Templo Santo Domingo

Bunte Häuser, Palmen, Cafés, Galerien und noch viel mehr. Es hat so viel Spaß gemacht, einfach zu Fuß die Gegend zu erkunden!

 

Nach Sonnenuntergang wurde es erst recht voll. Eine kleine Partie Schach vielleicht?

Das Oaxaca immer für eine Überraschung gut ist, habe ich eines Nachmittags in einem Café feststellen können. Was genau passiert ist, liest Du morgen!